FeedMaitresse-voüte
Sagen & MythenBau-Lexikon 1881

Maitresse-voüte, f.,frz.(Maur.), das Hauptgewölbe. Maja (ind. Myth.), Göttin des Scheins u. der Täuschung. Man stellt sie in indischen Skulpturen als webende Spinne dar, od. mit einem Schleier, der die manchfaltigen Gestalten der Dinge zeigt. Vgl. m.) engl. majolica, fälschlich mit China-ware verwechselt, mit Schmelzfarben bemaltes Thongeschirr, dessen Bemalung dann durch nochmakiges Brennen geschmolzen wird. Der Name rührt von der Insel Majorka her, wo diese Kunst zuerst von den Arabern geübt u. dann im 12. Jahrh. nach Italien verpflanzt worden sein soll. Die schönsten Majolikagefüße stammen jedoch aus der Zeit der großen Einquecentisten Rafael etc. Majoran, m. (Bot.), Attribut des Hymen (s. d.ĩ)

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 323Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 12

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Sagen & Mythen 6