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TechnikBau-Lexikon 1881

Manoir, m., frz., engl. manor-house, mansion, lat. iglit / mothes 18835d3/0338 DOE eK Heidelberg mansorium, Wohnhaus; m. seigneurial, Herservile, Haus eines Hörigen, m. livre, in-Freihaus; s. d. Art Burg, Haus etc. gauge, Apparat, um die Spannkraft von Gasen zu messen, namentlich bei Gebläsen und Dampfkesseln (s.d.) angewandt u. von sehr verschiedener Einrichtung, je nachdem er zu Messung hoher od. niedriger Spannungen, an festen oder an bewegten Maschinen benutzt werden soll. Danach unterscheidet man besonders folgende Arten: J. Offenes Manometer. M. mit freier Luft; ein solches besteht aus einer zweischenkeligen Röhre, deren eines Ende offen ist, während das andere mit dem Dampfod. Luftkessel in Verbindung steht. In der Röhre befindet sich eine Flüssigkeit, meist Quecksilber, auf welche somit von der einen Seite der Druck der atmosphärischen Luft, von der andern der Dampfdruck wirkt. Sind beide gleich stark, hat der Dampf also nur eine Atmosphäre Spannung, so steht das Quecksilber in beiden Röhren gleich hoch, s. Fig. 2583a; wenn aber der Dampfdruck überwiegt, so steigt dasselbe in dem mit der Atmosphäre in Verbindung stehenden Schenkel, u. zwar für jede Atmosphäre 70 em. Nur für ganz kleine Differenzen der offene Schenkel aus Glas hergestellt und werden, so daß man sofort die Erhebung bei größeren Differenzen ist er aus Gußeisen, Fall dann ein auf dem Quecksilber aufliegender Schwimmer, welcher durch ein Gegengewichtim Gleichgewichterhalten wird, durch seinen Stand die Höhendifferenz u. damit auch die Spannkraft des Dampfes anzeigt. Für bedeutende Spannungen müßte ein solches M. begreiflicherweise sehr hoch werden; man umgeht dies durch die sogen. Differenzialmanometer. Bei diesen ist die Röhre mehrmals auf⸗ und abwärts gebogen und in jedem Schenkel bis zu einer bestimmten Höhe mit Quecksilber gefüllt, während der andere Luft enthält. Dadurch zerfällt die gehobene Quecksilbersäule in mehrere Theile, deren Summe den Dampfüberdruck mißt; jedoch läßt sich derselbe bereits allein aus der Niveaudifferenz im ersten und letzten Schenkel bestimmen. — Auch kann man, nach Desbordes, die Höhe des Mis dadurch verringern, daß man den Querschnitt, auf welchen die Luft drückt, gegen den andern vergrößert. — Die Resultate, welche man durch ein offenes M. gewinnt, sind die genauesten; infolge dessen wird dasselbe bei stehenden Maschinen, welche mit nicht mehr als 4—5 Atmosphären Dampfspannung arbeiten, fast allgemein angewandt. II. Kompressionsmanometer. Fig. 2583b zeigtein solches. Es besteht aus einer Glasröhre AB mit sehr starken Wandungen, welche in einem schmiedeeisernen Gefäß O luftdicht eingekittet ist. Mit diesem Gefäß Gist der Dampfkessel durch ein Abzugsrohr bei K durch einen Hahn verschließbar ist, ver-Gefäß Oist mit Quecksilber so weitangefüllt, Kessel gerade 1Atmosphärendruckist, die Ober-Quecksilbers gerade bei 1 steht. AB ist mit Luft Wächst nun der Druck im Kessel, so wird das Queck-Illustr. Bau-Lexikon. 4. Aufl. III. silber in die Röhre AB weiter hineingepreßt, findet aber hier einen Widerstand, welchen die Expansionskraft der in der Röhre AB vorhandenen Luft ausübt. Hierbei muß nun Mariolte'sche Gesetz (s.d.) seine Anwendung finden. Es wird, wenn der Dampfdruck im Kessel sich verdoppelt, das Ouecksilber in B so hoch getrieben, daß die in der Röhre vorhandene Luft nun gerade halb so viel Raum einnimmt als vorher. Das Quecksilber wird bis zu der Zahl 2 steigen. Der Abstand zwischen 1 u. 2 muß also gleich sein der ghalben Länge der vorher vorhandenen Luftsäule. Steigt der Druck nochmals ums Doppelte, so wird das Quecksilber auf 4 zu stehen kommen, und das Volumen der Luft wird abermals halbirt. Solche M. sind sehr brauchbar, wenn der Druck nicht höher als 5—6 Atmosphären geht; aber, wie leicht einzusehen, werden die Theile für einen Druck von mehreren Atmosphären immer kleiner, so daß beim Ablesen leicht Irrungen entstehen können. Um diesen bei den gewöhnlich angewendeten cylindrischen Röhren eintretenden Nachtheil zu vermindern verengt man oft die Röhren nach oben, am besten nach einer gleichseitigen Hyperbel (daher hyperbolische M.). Die Kompressions⸗

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 328Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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