Mosaikkörperchen bedeckt werden soll, mit feinerem Mörtel od. Kitt übertragen, dessen Komposition sich natürlich ganz nach dem Material der Mosaikkörperchen richtet (s. d. Art. Kitt, Asphaltetc.), u. die Körperchen hineingedrückt. Wenn der betreffende Kitt sehr schnell hart wird, z. B. bei Asphalt, Gips etc., kann man ihn nur in sehr kleinen Portionen auftragen; wenn er sehr flüssig sein muß, kann man bei Decken u. Wänden ihn gar nicht auftragen, sondern man hält sich ein Töpfchen damit bereit u. taucht die Körperchen hinein; die ganze Manipulation erfordert eigentlich wenig technische Kenntnis, aber viel Geduld u. Akkuratesse, bes. genaues Aufpassen und Kopiren der vorliegenden Zeichnung, sowie bei kleinen Stiftchen ein gutes Auge; bei 1 u. 5 kann man geschickte Tagelöhner bei genügender Aufsicht verwenden. 6. Holzmosaik ist eigentlich in der Regel nur ein Fournieren mit ausgeschnittenen Fournierstückchen. Dabei muß man darauf sehen, daß der Leim gleichmäßig stark sei u. gleichförmig aufgetragen werde. 7. Fayencemosask. Die Mosaiktheilchen, span. azulejos, sind kleine flache Stücke gebrannten und glasirten Thons, welche in Gipstitt mosaikartig versetzt werden, s. d. Art. arabischer und maurischer Baustil. S. Stiftmosais, bei den Assyriern etc. gebräuchlich gewesen, ibliothek Heidelberg OFC jetzt wenig mehr angewendet; die Mosaiktheilchen aus gebranntem Thon sindetwa 5—Sem lang, unten verschieden zugespitzt, ihre Vorderfläche ist etwa 12 mm. ins groß u. farbig glasirt. Als Kitt bedienten sich die Assyrier des Asphalts. Steinmosaikgemälde, bes. antike, haben in der Regel schwarzen od. weißen Grund; bei den Glasmosaiken kann man zwar den Grund landschaftlich oder sonstwie farbig machen, am reichsten aber wirkt der fast durch das ganze Mittelalter hindurch vorzugsweise angewendete Goldgrund, aus Goldglaswürfelchen (f. o.) zusammengesetzt, der zugleich zu Hebung der Figuren wesentlich beiträgt. Auch eignet sich Mosaik gut zu Auslegung vertiefter Felder in Marmorarbeiten.