Moschee, f. frz. mosquee, f., engl. mosk, mosque, ital moschea, span. mezquita, entstanden aus Medsjid, eigentlich nur die kleinere Klasse der mohammedanischen Gotteshäuser, doch gewöhnlich auf alle übertragen. Der Disposition nach zerfallen sie in 3Klassen: 1. Djami oder Dschumi, Djuma etc., entspricht etwa der christlichen Domkirche od. Kathedrale; 2. Djami-Si, etwas unbedeutender, hat aber einen Imam, entspricht ungefähr dem was in Italien eine Pieve ist, 3. Mesjid, etwa unserer Pfarrkirche entsprechend. Mehr über Disposition und einzelne Theile der M. s.in d. Art. Arabisch, Maurisch, Mohammedanisch, Sarazenisch, Türkisch etc., sowie d. Art. Khoutbe, Kibla, Mihrab, Mimbar, Mastatscheh, Migalet, Minarxet etc. Außer den in allen Moscheen vorhandenen Theilen, Kibla,‚ Mihrab, Mimbar re. finden sich in den Diamis noch mehrere Katheder, Koursi, für die Vaifs od. Prediger. Meist liegt hinter der M. ein Garten, Raoudha, in dessen Mitte unter Cypressen das Grab des Gründers, Turbeh, sich erhebt. Kollegien (Medrescheh), Küchen für die Armen (Imaret), Herbergen (Karawanserais), Sekundärschulen (Datteh, Bibliotheken (Kitabkhaneh), Bäder (Hamam), Brunnen (Sebil) etc. lagern sich um den Vorhof. Der Boden der Schiffe ist mit Teppichen, Seddjadeh, belegt. Auch eine gewisse Zahlensymbolik findet sich meist in der Disposition der M. Die heiligste Zahl des Islam ist 4, erinnernd an die 4 Ecken des Throns Mohammeds, an die 4 Himmelsgegenden, die 4 Meister des frommen Lebens, die der Sofi die 4 Steine nennt; an die 4 Schüler Mohammeds, die die ersten Khalifen waren etc. Bei denSchiiten stehen dieMinarets dicht on der M., bei den Sunniten davon getrennt.