Malachit, m. (Miner.), franz. malachite, f., cuivre carbonaté vert, engl. green copper-ore, malachite, besteht aus Whtensandent Kupferoxyd und Wasser, und tätsbibliothek Heidelberg LODF Orten aber in so beträchtlichen Mengen, daß man auf seine zu Gewinnung einen Grubenbetrieb basiren kann. Er kommt sue in nierenförmigen, traubigen oder stalaktirischen Aggre⸗ Ku gaten von krummschaliger und radialfaseriger Struktur,. Bi frz. soyeux engl fibroous, od. dicht, erdig, srz. terreux, bre engl. earthy, von smaragd-od. spanisch-grüner Farbe vor, lär und erhält je nach der Art seines Vorkommens verschiedene frü Namen, wie Atlaserz, Fasermalachit etc. Seine Härte ist vie 3, — 4, sein spezif. Gewicht 3,3 — 4. Sehr schön sind die glas-tyf kopfartigen Malachitmassen, welche sich im Ural finden. ver Der Miist wegenseiner prachtvollen Farbe u. Politurfähig⸗ Ur keit sehr geschätzt zu allerlei Verwendungen. Man benutzt Ka ihn, ähnlichwie Holzfourniere, zum Belegen anderer Steine, bor DOELBERG O Universitatsbibliothek He jenen zahlreichen Völkerschaften, die durch Eroberungsicht u. Ungeeignete Verwaltung der Europäer von hoher ulturstufe herabgestoßen worden sind bis zu dem geringen ildungsgrad halbwilder Völker. Der Sage nach vereiteten sie sich vom innern Sumatra aus nach den Küstenndern, gründeten um die Mitte des 12. Jahrh. den Staat Singapur, dann, von hier verdrängt, im 13. Jahrh. Stadt und Reich Malakka. Durch Handelsverkehr mit allen Anwohnern des Indischen Archipels wurden sie, Ursprünglich Buddhisten u. Brahmaisten, mit dem Islam bekannt, der schnell Eingang fand. Zahlreiche Kolonien wurden von ihnen auf allen Inseln des Indischen Ozeans gegründet. Die Insel Ternate mit der Hauptstadt Malayo wurde bald der Hauptsitz malayischer Macht. DerSultan von Ternate eroberte 1304 die Reiche Padschedsiran und Madschapit auf Java. 1406 jedoch wurde Java von den Mohammedanern in Besitz genommen, welche dort die Reiche Bantam u. Mataram gründeten, jedoch die heimischen Sitten gelten ließen; selbst der Islam nahm hier so manche Sätze des Buddhismus auf und die malayische Kultur blühte, bis (1594 bis 1612) Europäer eindrangen u. Intriguen, Bürgerkrieg, Sklaverei u. Geldgier mitbrachten. Die Malayen verließen nun allmählich die Beschäftigung mit solidem Handel, Ackerbau, Gewerbe u. Literatur, denen sie fleißig obgelegen hatten, u. wendeten sich mehr u. mehr dem Schacherhandel, der Fischerei u. Seeräuberei zu. Dennoch zeigen sich noch jetzt in ihrem Leben, in der Kleidung u. namentlich in der Form ihrer Gebäude vielfache Spuren des üheren hohen Kulturzustandes, ja wir finden an denselben elfache Spuren, daß uns hier wahrscheinlich die Grundpen der gesamten ostasiatischen Bauweisen ziemlich unrfälscht erhalten sind. Ziemlich deutlich erkennbar ist der ösprung vieler unter den betreffenden Formen an den zu ampongs (Dörfern) vereinigten Häuserchen der Eingerenen auf Java (s. Fig. 2577). Bei nur etwas größerer it / mothes 188356d3/0334 eidelberg Ausdehnung tritt sofort die Abwalmung des Dachs ein, wobei sich die Europäer in vielen Stücken schon durch das Klimg u. die Arbeitskräfte gezwungen sahen, sich den einheimis chen Formen anzuschließen. Vgl. Fig. 2578 mit 2579. Bei noch größeren Bauten tritt die des mittleren Dachtheils behufs Gewinnung von Ventilation ein, bei ausgedehnteren Anlagen aber, wie; Tempeln, Moschẽen etc., leuchtet die erwähnte vermuthliche Entstehung der ostasiatischen Bauweisen aus der malayischen noch deutlicher hervor. Die centrale Anlage, das über; einander Hinausschieben der einzelnen Geschosse od. vielmehr Dachtheile in pyramidaler Verengung, das Zelthafte der Dachungen deuten nicht nur auf ursprünglichen Holzstil, unter Ausschließung der Annahme eines Hinabgesunkenseins vom Steinbau zum Holzbau, sondern sind offenbar die unverändert gebliebenen Urformen, die uns theils in Stein übersetzt, theils noch jetzt in Holz ausgeführt, vielfach zu den abenteuerlichstenVerzerrungen ausgeartet, anderwärts wirklich ästhetisch durchgebildet in den Bauwerken Birma's, Kaschmirs und 773 Siams, sowie in denchinesischen u. japanesischen Bauten entgegentreten. Ja, Manches muß sogar auf die Vermuthung bring en, daß die Formen der mittelamerikanischen Bauweisen Olmeken, Tolteken, Azteken) mit den malayischen zusammenhängen, welche Vermuthung bestärkt wird durch die vielfachen Aehnlichkeiten zwischen den toltekischen u. aztekischen Bauten einerseits, den siamesischen anderseits. Unter W jetzigen min Bin lassen sich bes. folgende Gebäudeklassen S layische Tempel, meist buddhistisch mit topeähnlichen Thürmen. Fig. 2580 zeigt einen solchen in Bantam. Die Dachaufsätze erinnern zum Theil an die Tempeldächer in Kaschmir, s. d. Art. Indisch, zum Theil an die Regenschirme der Dagobs, s. d. Art. Buddhistisch. b) Moscheen. Fig. 2581 ist die Abbildung der Moschee in der Residenzstadt des Sultans von Ternate. In Fig. 3 2582 liegen Gebäude der Gaktungen a u. b neben einander0) Paläste. Ein sehr prachtvoller Palast bildet die Wohnung des Sultans von Ternate: leider ist es nicht möglich gewesen, eine Ansicht desselben uns zu verschaffen. d) Häi er und Kioske der Häuptlinge u. sonstigenwohlhabenden Malayen