Ozon, n., franz. orone, m. engl. oaone (Chem.). Der Sauerstoff der Luft, der unter gewöhnlichen Verhältnissen in der Atmosphäre als inaktiver Stoff existirt u. nur höchst selten durch blose Berührung sich mit anderen Körpern verbindet, kann durch mancherlei Ursachen, z. B. elektrische, aktiv werden, d. h. schon unter gewöhnlichen Verhältnissen energische Oxydationen herbeiführen. Der eigenthümliche Geruch, den die Luft annimmt, wenn sie von elektrischen Ladungen durchsetzt wird, wird diesem Zustand des Sauerstoffs zugeschrieben. Man hat die so beschaffene Luft ozoui sirt u. die betr. Modifikation des Sauerstoffs Ozon genannt. Er scheint u. A. die Aufgabe zu haben, Miasmen, Kontagien u. andere organische Stoffe zu zerstören. bibliotnek Heidelberg LFC P, 1. als Zahlzeichen: a) im Lateinischen P 400, schen 80, 80 000. — 2. Als Abkürzung auf Inschriften für Populus, Pontifex, pius, pater, partes ete. — 3. In der Mechanik bedeutet Pmeist eine Kraft, p eine Beschleunigung. — 4. In der Mathematik dient e zur Bezeichnung der Ludolphschen Zahl 3,42sSores s. d. Art. Ludolphsche Zahl. paajen oder harpüsen, trf. Z., engl. to pay (Schiffb.), s. v. w. theeren, besonders von dem Antheeren der unter Wasser befindlichen Seite des Schiffes gebraucht. aal, m. (Seew.), 1. s. v. w. Ankerboje. — 2. f. v. w. Pfahl, besonders aber auch Dückdalbe (due d'Albe), frz. estacade, engl. pole; Pfahl zum Anbinden der Schiffe, in Gruppen von 5—8 im Hafen eingeschlagen. Paralharz, n. (Bot.), mexikanische Harzsorte, auch Rosa Pacal oder Rosa Maria genannt, die von Eupatorium Lallavii, einem Gewächs aus der Familie der Korbblütler (Compositae), stammt. Pace, 8., engl., 1. Schritt, Tritt, Grad, Stufe, erhöhter Platz, Beischlag, Estrade. — 2. s. d. Art. Maß. Pachomètre, m., frz. (Glas.), der Spiegelmesser zum Messen der Glasdicke. Pachtgut, n., frz. kerme, métairie, f., engl. farm, verpachtetes Bauerngut od. Rittergut. Pachthof, Gestandhof, wu., frz. OOur f. rurale, engl. farm-Yard, Gehöfte eines solchen. Ueber die baulichen Anlagen s. d. Art. Bauernhof, Meierei, Rittergut etc., Scheune, Stall etc. Püchis, griech., s. in d. Art. Mäß. Packberme, k. (Deichb.), s. v. w. Banket (s. d. 4.). Packblech, n. (Schmied), s. d. Art. Eisenblech I. Hacket, n., im allgemeinen s. v. w. Bündel; besonders (Hütt.) 1. P. oder Zange, frz. trousse, engl. pile, ein Pack oder Bündel von Stürzen bei der Blechfabrikation. — 2. P. oder Katze, frz. lagot, m., ramasse f. de mitraille, engl. faggot of old iron, Pack aus Alteisen, welches wieder zu Gute geschmiedet oder gewalzt werden soll; ebenso betreffs des Stahls. kong, auch Chinasilber, gemischte Legirung aus 7 Th. Zink, 2½ Th., Kupfer u. 6½ Th. Nickel; s. Argentan. Packhaus, n., Packhof, m., 1. überhaupt s. v. w. Speicher, Lagerhaus, bes. aber — 2. frz. douane, magasin Gentrepôt, engl. bonding-ware-house, custom-house, Gebäude, worin die Kaufleute ankommende Wären, entweder wegen Mangels an eigenen Wärenlagern, od. weil sie die Steuern dafür nicht gleich zahlen wollen, liegen lassen. Man legt ein solches Gebäude an Bahnhöfen, Landungsplätzen, schiffbaren Flüssen, oder wo mehrere Landstraßen in einander münden, an; es muß vor allem feuerfest sein, d. h.überwölbte Räume in verschiedensten Größen, steinerne Treppen und massive Wände haben. Außer den Räumen für die Wären ist, je nach Bedürfnis, noch Wohnung nebst Bureau für die Beamten, sowie Raum für die Wagen erforderlich. Pacholz oder Fachholz, n., dient zum Ausstaken der Stakwandfache; s. d. Art. Fachgerte und Stake. Packing, 8., engl., 1. f. v. w. Liderung, Stopfung (s.d.) auch hackung genannt. — 2. P. of awall, Füllmund, s. Füllmauer. — 3. Verzwickung. Packing-bolt, s., engl. (Dampfm.), der Packungsbolzen, die Stopfbüchsenschraube. Packing-stick, s., engl., Rödel, Reitel. Packing-stone, s., engl. (Maur.), Zwicker. Packing-tow, s., engl. (Dampfm.), das Werrig zu Stopfung, Packung, das Liderungswerrig. Packing-washer, 8., engl., der Liderungsdeckel. Paeking-worm, 8., engl. (Dampfm.), der Stopfbüchsenreiniger, Krätzer, Schraubenzieher. Packlage, k., frz. encaissement, biocage, m., engl. gravel-packing (Straßenb.), s. d. Art. ohaussée. PVackleinwand, 6. franz. toile d'emballage; engl. packing-oloth, pack-cloth, grobe Leinwand, welche ebenso wie wollenes Facktuch, engl. woolen pack-cloth, mehrfach auch im Bauwesen verwendet wird, z. B. zur Unternagelung von Tapeten, da, wo Schotterleinwand zu dünn erscheint. Pack-thread, 8., engl., starker Bindfaden, Packleine. Packwern, n. (Wasserb.), 1. s. v. w. Faschinenbuhne; s. d. Art. Buhne. — 2. frz. ereche, engl. groin, waterfence, s. v. w. lose in das Wasser eingeworfene Weiden, als Schutz eines Uferbaues. — 3. frz. enrochement, engl. stone-packing, irisch crannoge; die Erzeugung festerer Stellen auf weichem Grunde eines Wasserbassins wurde schon in der sogen. vorgeschichtlichen Zeit durch Packwerk, d. h. Einpackung von Sieinen zwischen ein Gehege von Pfählen, bewirkt; s. den Art. Pfahlbauten 6. — Jetzt nennt man P. eine Gesamtheit von größeren Steinen oder Blöcken, welche regelmäßig, aber ohne Mörtel neben einander gesetzt oder gepackt, in die Sohle eines Flusses vor und hinter einem Wehr, in den Strombahnen einer Brücke oder rings um die Pfeiler (dann auch Umsteinung gen.) eingesetzt werden, um das Auskolken der Sohle zu verhüten, namentlich da, wo ein Aufsturz des Wassers stattfindet; ebenso zu sogen. Querschwellen (s. Flußregulirung IV. c.). Nach Fiig. 2749 werden in zwei Reihen und außerdem in dem Zwischenraum vertheilt Pfähle von ca. 8S em. Stärke und 1—2w. Länge eingerammt, welche den Steinen Halt gegen Fortspülung gewähren; die Phähle an den Umgrenzungen des P.s sind ca. 0,, —0, m. von einander entfernt. Vackwesen, n. (Wasserb.), Lehre vom Buhnenbau. Paequet, m., frz. (Schmied), Löschwasser zum Stahlhärten, z. B. aus Ruß, Mehl und Urin gemischt. Pad, 8., engl., 1. Pfad; pad-way, Landstraße. — 2. Polster, Büschel, Kissen, Buffer. Podawa-Palmenholz, n. (Bot.), Holz aus dem untern Stamm⸗ u. Wurzeltheil einer Palme, die wissenschaftlich noch nicht bekannt ist. Die Wurzeläste zeigen die höchst eigenthümliche arabeskenartige Vertheilung der Gefäßbündel, wie sie Mohl von Iriartea exorrhiza und Karsten von Iriartea praemorsa beschrieben. Für Kunsttischlerei ist kaum etwas Zierlicheres denkbar. Paddle, 8., engl., Schaufel, bes. 1. Wasserradschaufel. — 2. Rührscheit. — 3. (Hütt.) der Spitz, Werkzeug beim Puddeln, frz. ringard, im Gegensatz zu Kratze, frz. rabot, engl. rabbling. Paddle-board, Paddle-fioat, s., engl., die (eigentliche Schaufel eines Wasserrades. Paddle-box, s. engl., Radkasten eines Dampfschiffes. Paddle-hole, s., engl. (Mühlb.), die Freiarche. Paddle-shaft, s. engl., die Radachse, Radwelle eines Schaufelrades. Paddlesstaff, s., engl., Schüreisen, Scharreisen. Paddle-wheel, s., engl., das Schaufelrad, Ruderrad eines Dampfers. Paddock, s., engl., Wildpark, Gehege. Padelin, m., frz. (Glasm.), Glasschmelztiegel. Padiglione, n., ital., Pavillon. Pad-lock, s., engl. (Schloss.), Vorlegeschloß. Dadma, Lotosblatt, stehender Karnies, s. d. Art. indische Baukunst II. 1.I. Padmars, s. d. Art. indische Baukunst III. 1. d. Pad-saw. s.,engl., Fuchsschwanz, Blattsäge; german, dutch p., der deutsche, flämische Fuchsschwanz, english p., englischer Fuchsschwanz. Eadus vulgaris, f., lat. (Bot.), s. Ahle 1. Paeslerie, f., altfrz., lat. padellaria, f., die Kupferschmiedearbeit, getriebene Bronzearbeit. Paglia, f., ital., Stroh, giallo di paglia, s. Strohgelb. Pagode, k., engl. Pagod; Pagoda, durch Verstümmelung des Wortes Dagopentstanden; s. d. Art. Buddhistisch,‚ Indisch, Chinesisch, Malayisch, Siamesisch re. Pagodith, m., frz. pagodite, f. engl. pagodit(Miner.), s. Agalmatholith. Pagodon (ind. Myth.), s. d. Art. Bhawani. Pahthanf, m. (Bot.), s. Judhanf. Pai, Pafäß, Pajok, russisches Getreidemäß ½ Tschetwert od. 2 Tschetweriki, faßt ungefähr 2448 Pariser Kubikzoll; f. d. Mãß. Paile, s., engl., Rundthurm, s. d. Art. irische Bauten. Pai-léou, frz., Peiloo; s. d. Art. Chinesisch. Palllasse, f., frz., eigentlich 1. Strohsack, doch auch 2. gemauerter oder eiserner Schmiedeherd. Paille, f., franz., 1. Stroh, daher paillefarben: Couleur; de P., strohgelb; p. de toiture, Dachstroh, Deckstroh. — 2 Brüchige Stelle, Flecken im Metall, Schiefer im Eisen, Hartborste im Stahl; p. decuivre, Kupferhammerschlag; P.s de fer, Eisenhammerschlag, p.s de 3iquation, das Saigergekrätz. — 3. Flecken im Edelstein. — 4. P. de bittes (Schiffb.), Betingsbolzen; p. en cul, der Brotgewinner, das Gaffeltopsegel. paillé, adj., 1. (Hütt.) brüchig, schuppicht, vom Metall gesagt. — 2. (Herald.) vielfarbig, bunt, gesprenkelt. Pailler, paillier, m., frz. Cour à paille, 1. (landw. Bauw.), Strohstall, Misthof. — 2. Strohschuppen, Strohschober. — 3. f. v. w. Palier 1. Faillette, f. zu Blech geschlagenes Loth. pailleux, adj., frz. (Hütt., Schmied etc.), unganz, vom Eisen gesagt. FPaillier, m., franz., 1.s. pailler. — 2. f. palier m. d'escalier. Faillonm. frz., 1. Folie. — 2. p. de soudure, Schlaglothr s. d. Art. Loth. —3. Paillons, die Flittern. Pain, m., frz., Brot; p. fossil (Miner), Teufelsbrot, Steinbrot; p. 'acier, Stahllupe; p. d'affinage, gereinigtes Metall; p. de plomb, Bleimulde; p. de cuivre, das Hartstück, 9. de crasse, das Krätzfrischstück, p. de liquation, das Frischstück. Paint, s.,engl., 1. Anstrich, Farbe, Tünche. — 2. Schwefelwachs. 1o paint, tr. v. engl. malen, bemalen, anstreichen. Baumaler, Stubenmaler; p.-gilder, Staffirmaler; p.senamel, Maleremail; p.s-gold, Musivgold, Malergold; P.-stainer, Wappenmaler, besonders aber Glasmaler. — 2. Fangleine eines Bootes, Bruftleine einer Schiffbrücke Painting,s., engl., 1. die Malerei. — 2. Das Gemälde. — 3. Anstrich. Pairarius, m., lat., Steinmetz, Quadermaurer. Paire, f., franz., engl. pair, das Pär; p. de solives armée, s. Balken 4. III. C. a. 4. u. 5. Pairle, m., franz., engl. pairle, s., das Gabelkreuz, Schächterkreuz. Yakoshäar, n., Här der Alpakaziege. Pal, m., frz., engl. pale, Pfahl. Pala, f., lat. u. span., franz. pelle, pale, Blatt einer Schaufel etc.; s. Blatt 4.; auch die Schaufel selbst. Palafitta, f., ital., Uferverpfählung, Pfahlschlagung, auch Pfahlrost. Palagana, f., lat., Rundstangen zu Staken, Zwischensparren, Pfetten etc. Palaiopétre, m., frz. (Miner.), s. v. w. Feldstein. Palais, m., frz., der Palast (. d.). Palan, m., frz. (Schiffb.), die Talje (der Flaschenzug). Palänca, f., span. und ital., ursprünglich gespaltener Pfahl, Pfahlpfosten, 1. Hebel, Hebstange, Brecheisen. — 2. Auch palenque, frz. palangue, f., auch deutsch Palanke geschr., engl. palanca, lat. palancatum, palitium, Verpfählung, bes. Tambourpalissadirung am Ende der Redanfasen, behufs Herstellung niederer flankirender Vertheidigung. Palançon, palençon, polisson, m., frz., die Stake, das Wellerholz, Stakholz. Palander, m. (Schiffb.), s. v. w. Bilander, doch auch flache, eisenbeschlagene Bombardirgaliote. Palanga od. phalanga, f., lat., Stange, Block, Tragbaum, Walze. Palankin, m., franz. palanquin, m., 1. Sänfte, Tragbett. — 2. Hißtau. Palankinholz, n. (Bot.), sehr leichtes, doch zähes Holz Ostindiens, von der Wrightis eoceinea (einer Apoehnee); dient u. A. bes. zu Anfertigung der Reise-Palankine. Palanteum, n., lat., Mauer, bes. Giebelmauer. Palüographie, k., Kenntnis, Erklärung alter Schriftzüge und Inschriften. Palas, n. u. m., Pfalz, f., franz. palais, engl. palace, span. palacio, katalonisch palan, lat. palatium in einer Burg das als Versammlungs⸗ und Speisefäl dienende, einzeln stehende, gewöhnlich zweigeschossige Gebäude Der Säl nimmt das zweite Stockwerk ein und ist von außen durch eine Freitreppe (Greden, s.d.) zugünglich. Bei kleinen Burgen, wo nur ein Hauptgebäude befindlich war, sind über dem P. Wohnräume angebracht; s. übr. d. Art. Burg und Haus. 038 Palast, franz. palais, m., engl. palace, ital. palazzo, span. palacio, lat. palatium, palacium, eig.s. v.w. Schloß (J. d.). Doch werden ouch die Wohnhäuser Vornehmer fo, thek Heidelberg DFC öfter freilich noch Halais genannt; ja in Italien nennt man jedes stattliche Wohnhaus palaszo, selbst wenn es zum Vermiethen dient. Paläste, f., s. Palme und Mäß. Palüstra, k., frz. palestre, griech. ναιrpa, eig. Ort zu Uebungen im Fechten, Ringen etc., daher in griech. und röm. Gymnasien (s. d.) der Theil, welcher, mit Bädern, Rennbahnen u. dergl. mehr versehen, zu gymnastischen Uebungen und Wettkämpfen benutzt wurde, endlich auch auf das ganze Gymnasium übertragen. Dieselben waren nach Vitruv folgendermaßen angelegt, s. Fig. 2750 D Hof, bei großen Gymnasien so zu bemessen, daß der Umfang 2Stadien beträgt (s.d. Art. Diaulos), ABO einfache Portiken, U Doppelportiken wegen der Mittagssonne. An den W * Raum zum Einpudromides, Spaziergänge; R und 8 kocrot, Xysti, für die Athleten; dazwischen liegt der Garten mit Platanenalleen, dahinter das Stadium W, auch Dromos genannt. Palastre, palätre, m., franz., 1. Schloßkosten. — 2. Falscher Ausdruck für Pilaster. Palatium, n., lat., ursprünglich der Berg in Rom, auf dem die Burg des Augustus stand, daher so viel wie fürstliches Schloß, Herrenhaus; s. Palas u. Palast. Pälco, m., span. u. ital., lat. palcum, n., 1. Balkendecke, Gerüst, Stockwerk, Schaugerüst, Bühne; f. d. betr. Art. — 2. Diminutiv palchetto, Theaterloge. Pale, f., franz., 1. kleines Schutzbret zum Oeffnen und Schließen einer kleinen Schleuse, eines Mühlgerinnes etc. — 2. Auch pallette, pelle, f., Ruderschaufel. —3. Schaufelblatt. Pale, s., engl., 1. Pfahl; kence-p., der Zaunspfahl im Wasserbau pales, pl., die Orgelpfeifen. 2. Schaufelblatt. Falea, f., lat., Spreu, Kaff. Palearium, n., lat., 1. Spreuboden. — 2. Auch pallaricia casa, Strohhütte. paleblue, adj. engl., frz. bleu pale, blaßblau. Palée, f. frz., ital. palata, Pfahlreihe, Pfahlwerk; P. de pont, Brückenjoch p. basse de pont, Grundpfählung; P. haute de pont, Oberjoch, Jochbock. Palet, m., frz., Wurfstein; p. de Gargantua, Menhir; s. d. Art. Keltisch 2. Palette, 4., franz palette, f., engl. pallet, Pritsche, Spachtel, Farbenbret, Vergoldemesser, Kohlenschaufel, Wasserradschaufel; p. k. dudrille à urgon, das Brustbret, die Brustscheibe, das Bohrbret; p. Au darbouilleur, engl. Wkite-washer's pallet, hawk, Tünchscheibe. Palettenkranz, w. (Räderw.), s. v. w. Schaufelkranz. Paletto, m., ital., Picket. Palier, m., s. d. Art. Parlier. Palier, m., frz., 1. (Hochb.) bei einer Treppe der Potest. — 2.(Masch.) Zapfenlager, Angewäge. — 3. (Eisenb.) horizontale Strecke. — 4.(Bergb.) Hängebank des Förderschachtes. Palière, f., marche palière, frz.(Hochb.), Anfangsstufe eines Treppenarms. Paliflcata, f., ital., franz. palification, f., Pfahlschlagung, Verpfählung. Palimpsest, s., engl. (nach dem Griech.), Pergament oder dgl., auf welches nach dem Weglöschen einer älteren Schrift eine zweite aufgetragen ist; daher Palimpsestbrasses, Pl., engl., gravirte Grabplatten, welche von älteren Denkmälern entnommen u. entweder auf derselben Seite oder häufiger auf der Rückseite zum zweiten Mal benutzt wurden. Palina, f., ital., Jalon. Paling, s., engl., 1. franz. palissage, das Einpfählen. — 2. Die Pfahlschlagung. — 3. franz. haie de palis, der Pfahlzaun, das Spalier. Palis, m., frz., kleinerer Pfahl, Zaunpfahl, s. Palissade. Palis, f., lat., Fahnenstange. Palisading, s.,engl.,s. d. Art. Palissade, p. ofa bridge, Brückengeländer. palisanderartige Maserung, f., s. Imitation A. g. Palisanderholz, u., Paltrander-,auch Polisander⸗, Luft⸗, Violett⸗, Purpur⸗, Amaranthenholz, blaues Ebenholz. I. Im gewöhnlichen Gewerbsverkehr belegt man mit diesen Namen eine Menge Hölzer, die verschieden in Ansehen und Eigenschaften sind. Dahin gehören u. a. 1. das Königsholz, franz. bois violet, engl. violet-wood, braunviolett od.schwarzbraun mit hellröthlichen Längenstreifen, fein, dicht, hartu schwer, kommt aus Brasilien, von welchem Baum, ist uns noch unbekannt. (In Hertels „Bautischler“ steht spartii species.) Wird zu Tischler⸗ und Drechslerarbeiten verwendet. 2. Jacarandenholz (s. d.). 3. Purpurhotz (von copaifera rubiflora?), engl. purpled wood, mit feinen rothen Adern durchzogen. Gelbe u. schwarzbraune Stellen bezeugen geringere Qualität u. erhalten keine lebhafte Farbe durch die Politur. 4. Pockholz. 5. Rosenholz. 6. Bignonienholz. 7. Hornpalmholz. Wood, jacaranda-wood. Am meisten geschätzt wird dabei 1. das sehr feste Holz der Jacarandas brasiliensis Pers. (Fam. Bignoniaceae) in Brasilien. Es ist auch unter dem Zuckertannenholz im Handel bekannt. 2. Echtes P. kommt von dem südamerikanischen stumpfblätterigen Jacarandenbaum (J. obtusifolia H. et B., Fam. Bignoniasceae, Arbol Rosetto). Dieses Holz ist das bois de Pali-Rxandre der Franzosen, sieht blauröthlich aus, ist mit schwarzen Adern durchzogen und haucht eigenthümlichen, angenehmen Geruch aus. In den Handel gelangt es vorzüglich von Brasilien und Cayenne aus. 3. Das Holz von IJ. OValifolia R. Br. (von J. mimosaefolia, Don.), nach Anderen von der Dalbergia Machaerium, wird von den Engländern Rosewood (Rosenholz) genannt, während die von den Deutschen als Rosenholz bezeichneten Holzarten bei den Engländern „Tulipwood“ heißen. Nach Freire Allemab kommt das echte P. von Arten der brasilianischen Gattung Machaerium (3. B. von M. scleronylon das J. tin; von M. firmum das J. roxa; natürliche Fam. Hülsenfrüchtler). Eine Art P. stammt von einer Palmenspezies: Bactris setosaà Mart. in Venezuelo; es sieht schwarz aus „und dient zu Anfertigung kleinerer Geräthe. „Palissade, f.,frz.,engl. palisade, palisado, 1. f. Palis⸗ „sade. — 2. Pfahlzaun, Spalier. Palissade, k. franz. palis, lat. Cervolus longurius, Wehrbaum, Schanzpfahl, heißen oben u. unten zugespitzte Pfähle, meist 13—16 em. stark, 2,% —3 m. lang. Sie werden in Reihen, Palissaden, frz. palissade, engl. palisache, stoccade, ital. palizzata, als Annäherungshindernis angewendet; will man die Kehle eines Werkes, die Berme einer Escarpe u dgl. verpalissadiren, franz. palissader, engl. to palisade, so gräbt man die Pon reihenweise 0,60 bis 0, m. tief in die Erde und verbindet sie oben durch eine an die Rückseite genagelte Querlatte, unten in der Erde durch eine Schwelle, P.uschwelle, franz. liteau, engl. ribbon. Man bringt sie meist nur an solche Stellen, wo sie dem Kanonenfeuer nicht ausgesetzt sind; schräg an die Escarpe gestellt heißen sie Sturmpfähle, Fraisen; Palissa Mrungen, P.ulinien, P.nwert, frz. palissadement, s., Hles de palissades, engl. palisadings, sind entweder lang gestreckt als P.nreihen, frz. file de p., engl. row of P., oder bilden besondere geschlossene verschanzungen, P.nzwinger od. Cambour, frz. tambour en palangue, en palissade, engl. stockade-tambour, sie sind meist in Fleschenform angelegt und bekommen Schießscharten, innerlich ein Bankett. Noch unterscheidet man P.nkoffer, frz. caponiere en palis-Sades, palissade-caponnière, engl. palisade-caponier, Oreh.Pn u. Klapp.P.n, s. auch d. Art. Festungsbaukunst.