Pompe, f., franz., s. d. Art. Pumpe und Brunnen. pompejanische Bauten. Man hat von einem pompezanischen Stil gesprochen, das ist jedoch unrichtig, die pompejanischen Gebäude sind theils in griechischem, theils in römischem Stil, d. h. in einer nicht ganz verstandenen Nachbildung griechischer Formen erbaut. In Bezug auf Tempel, Foren etc. gilt Das, was in d. Art. Tempel, Griechisch, Forum etc. gesagt worden, nur daß die pompejanischen öffentlichen Gebäude einestheils nicht sehr hoch, anderntheils nicht sehr massiv gebaut waren, aber diese Mängel durch Farbenpracht ihrer polychromatischen Ausstattung für den Beschauer vergessen machten. Die Wohnhäuser waren zwar sehr verschieden, dennoch aber fast durchschnittlich römisch (s. d. u. d. Art. Haus) disponirt. Die Mauern waren von Ziegeln, die Fußböden mit Mosaik belegt. Das nun, was hauptsächlich als pompejanisch bezeichnet zu werden pflegt, sind die größtentheils enkaustischen Wandmalereien, über deren Farbenvertheilung, so verschieden und manchfach dieselbe sich auch darstellt, dennoch folgende allgemeine Sätze aufgestellt werden können. Zunächst dem Fußboden steht ein niedriger Schmutzsockel, dunkelgrau, dunkelbraun marmorirtod ähnlich; darauf erhebt sich der eigentliche Sockel, in der Regel in dunklen Farben, schwarz, ronzegrün od. dgl., mit Schwänen, Fischen, Schilf, Tritonen od. etwas dem Aehnlichen verziert, im ganzen düster gehalten. Dieser Sockel variirt zwischen 0,3„ und 1,½ m. Höhe; auf ihm steht die eigentliche Wandfläche, entweder in teppichähnlich verzierte Felder getheilt (bes. bei den älteren, nach griechischem Stil errichteten Gebäuden), in deren Mitte häufig ein kleines Feld mit figürlichen Darstellungen sich befindet, od. mit architektonischen, meist perspektivischen Darstellungen in jenen leichten, Übertrieben zierlichen Verhältnissen u. Formen besetzt, die den Vitruv so empörten, daß er von Rohrstengeln statt der Säulen re. spricht. In der That, streng stilgetreu sind diese Architekturen keineswegs, aber es sind nicht für die Ausführung bestimmte Entwürfe, sondern zu Dekoration einer Wandfläche bestimmte idealisirte Ansichten, u. entwickeln oft ungemein viel Grazie u. Genialität, immer aber einen feinfühlenden Sinn für Gruppirung und Raumyertheilung. Sie sind in lebhaften bunten Farben, auf schwarzem, rothem, gesättigt gelbem, satt himmelblauem oder auc