Stalagmiten, Stalaftiten, k. pl. (Min.). Diese beiden Namen bezeichnen Tropfsteingebilde(s. d.), deren Gestalten kegel-resp. zapfenförmig sind. Beide Tropfsteinarten finden sich in Höhlen u. entstehen aus den an den Gesteinswänden niedertropfenden Flüssigkeiten Lösungen von kohlensaurem Kalk u. kohlensäurehaltigen Wässern), durch Absonderung des kohlensauren Kalkes. S. nennt man diejenigen Gebilde, welche an dem Boden der Höhlen entstehen; das dickere Ende der kegelförmigen Gestalt ist am Boden angewachsen, während die Spitze nach oben ausgeht. Bei den Stalaktiten ist das dickere Ende, die Basis des Zapfens, an der Decke angewachsen und die Spitze nach unten gerichtet. Beide haben krummflächige Oberfläche und zeigen im Innern oft schalige Absonderungen, welche mit der äußeren Oberfläche parallel laufen. Die Stalaktiten finden sich krystallinisch, kryptokrystallinisch bis amorph. Viele dieser Gebilde sind im Innern hohl, so daß sie röhrenartige Tropfsteine mit mehr oder minder dicken Wänden darstellen. Die maurischen Zellengewölbe haben manches Aehnliche von den Stalaktitengestaltungen u. heißen deshalb Stalaktitengewölbe; s. Gewölbe, Arabisch u. Maurisch.