Stärkefabrik, k., Gebäude zu Bereitung von Stärke (s. d. 1.), muß viel Wasser haben und vor allem einige große Räume enthalten; das Erdgeschoß kann mit Ziegeln oder Steinen gepflastert werden; das obere erhält einen Gipsästrich; das untere enthält die Pumpe, aus der das Wasser in die Gährbottiche läuft; aus diesen läuft die Masse in die Absüßwannen und von da auf den Rahmentisch. Der Ofen zu Heizung des Obergeschosses steht ebenfalls unten. Oben befindet sich die Backkammer. Aufzüge im Innern des Gebäudes dürfen nicht fehlen; man sorge für hinlänglichen Raum zu Aufstellung der verschiedenen Bottiche, Repositorien u. Rührapparate, ferner für reines Wasser u. fortdauerndeAbleitung des verbrauchten Wassers mittels Röhren und Gräben.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 254Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei