Steinkohlentheerpech, u., frz. poix minerale, poix de houille, engl. wineral pitch, gas-pitch, so wird der zähe, dunkelbraune Körper gen., der nach der Destillation der Theeröle in der Retortebleibt. Durch Glühen desselben erhält man Naphthalin und andere schwere Kohlenwasserstoffe, Dieses Pech wird zu künstlichem Asphalt verwendet, indem man zu der heißen Masse Kalk und etwas Gips mengt und dann Sand und kleine Steine zufügt. Ein Gemenge von 2 Th. Schwefel mit 3 Th. S. eignet sich vorzüglich als Anstrich für Holz und Metalle. Das Pech dient auch z. B. in Manchester zum Dichtmachen des Straßenpflasters. Der nicht zu stark eingedickte Theer wird mit Vortheil zur Fabrikation von Theerpappe, Theerfilz re. verwendet. Mischt man 100 Th. S. mit 10— 12 Th. Harz u. 10 Th. Kalk, so erhält man ein sehr gutes Schiffspech.