FeedSteinkohlenasche
NaturlehreBau-Lexikon 1881

Steinkohlenasche, f., Rückstand, welcher nach der voll⸗ „ständigen Verbrennung der Steinkohlen bleibt. Er besteht wesentlich aus Eisenoxyd, Thon, ziemlich viel Gips, etwas Kalk und Magnesia; außerdem enthält er manchmal freie Schwefelsäure u. nur Spuren von Alkalien. Früher benutzte man an Thonerde reiche Aschen zur Alaunfabrikation; im Bauwesen wird die Asche manchfach gebraucht; s. d. Art. Dachdeckung B. 4. und 5., sowie d. Art. Ausfüllung, Aschenkalk, Hausschwamm, Aestrich, Dreschtenne e. Ferner dient die Steinkohlenschlace als Zuschlag zu Mörtel. Schlackenstücke muß man zerstampfen; wenn man 2 Th. Asche, 1 Th. Schlackenklein u. Th. Sand mengt u. dann vom Gemisch 2 Th. auf 1 Th. Kalk giebt, erhält man vorzüglichen Luftmörtel; wird statt des Sandes Ziegelmehl genommen, so wird der Mörtel hydraulisch.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 263Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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