Sumpfgas, Grubengas, n., leichtes Kohlenwasserstoffgas; ist ein farbloses, geruchloses Gas, welches sich überall bildet, wo Pflanzenüberreste unter Wasser in Fäulnis übergehen. Es ist leichter als die Luft, brennt mit blauer Flamme und findet sich auch häufig in Steinkohlenbergwerken, wo es Ursache zu den hestigen Explosionen und Zerstörungen in den Gruben wird, wenn es, mit Luft gemengt, durch eine Flamme zur Entzündung kommt.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 290Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei