FeedSynagoge
VerkehrBau-Lexikon 1881

Synagoge, k., frz. synagogue. Dieselbe sei mit dem Altar gegen Südosten gerichtet. Der Haupteingang ist im Nordwesten u. dient den Männern, welche das Schiff der S. inne haben. Die Frauen gelangen durch Seiteneingänge auf die ihnen zugewiesenen Emporen. Der Altarplatz liegt sehr hoch u. enthält den durch einen Vorhang verschlossenen Schrank für die Thora (Gesetzrollen), zu dessen Seiten Nischen für Blumen sein können. Vor demselben steht ein Doppelpult, rechts davon der siebenarmige Leuchter. Dann ist noch für Plätze zu sorgen für die Vorsänger, Redner, Rabbiĩìüner, Gemeindevorsteher, Synagogenwächter, für eine Kanzel, Sängerbühne u. s. w. Die Plätze vertheilen sich nach dem Ritus, der bei den verschiedenen Sekten der Israeliten verschieden ist. Bei der innern Ausschmückung kann Farbenreichthum herrschen; jedoch sind alle bildlichen Darstellungen zu stens einige symbolische Andertungen gestattet, z3. B. die heiligen Zahlen 5, 7, 10, s. den Art. Zahl; ferner die Namen der Engel des Talmud, zwei Hände mit ausgebreiteten Fingern. Zu der israelitischen Symbolik gehört ferner, daß die S. Zinnensims, daß

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 296Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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