FeedWarmwasserheizung
TechnikBau-Lexikon 1881

Warmwasserheizung, niederdruckheizung, k., franz. „chauffage m. & l'eau, engl. hot-water-heating, s. zunächst d. Art. Feuerung, Heizung, Ofen etc. Die allge⸗ (meine Anordnung einer W. s. Fig. 3496. Von dem im Keller auf-Edas Steigerohr Eempor u. mündet im obersten Geschoß in den Boden des Expansionsge⸗ „fäßes D, welches mit der freien Luft kommunizirt, so daß der Druck im Apparat nie den äußeren Luftdruckübersteigen kann. Von hier aus leiten die Röhren O, Oe das höchstens bis 80 R. erhitzte Wasser abwärts nach den Oefen B, B', die dem Wasser pvergrößerte Ausstrahlungsfläche bieten und von wo aus es mittels der Röhren A, A“ wieder an den Boden von H gelangt. Ist der ganze Apparat bis zu gewissem Wasserstand in D gefüllt u. wird K geheizt, so steigt das Wasser infolgeder Ausdehnung durch Eempor, von dem durch herabkommenden im Kessel verdrängt. D u. ,mms,s,,,,,ss,,,,,, müssen durch eine Fig. 3496. Warmwasserheizung. Umhüllung, z. B. mit Schlackenwolle od. dgl., vor Wärmeverlust geschützt werden, damit das Wasser fast mit der in Kempfangenen Temperatur in die Röhren OO“ gelangt. Zu erwähnen sind noch die Warmwasserheizungsöfen von Riddell, welche, gleich jedem andern Ofen, in jeden beliebigen Raum gesetzt werden können, aber auch, dafern man sie groß genug wählt, zu Beheizung eines ganzen Hauses mittels Röhren ausfreichen. Empfehlenswerth sind auch die Warmwasserheizungs-Apparate von Angier March Perkins, patentirt für England, zu Heizung von Zimmern od. auch ganzen Gebäuden mittels eines gewöhnlichen Warmwasserapparates in Verbindung mit einem Hochdruckapparat, oder einem Apparat, in welchem das Wasser in geschlossenen Röhren eirkulirt. Die Apparate werden so verbunden, daß die Windungen des Hochdruckapparats in den Kessel des Niederdruckapparats treten und dessen Wasser erwärmen. Dabei können sie ganz oder zum Theil in den Kessel eingeschlossen sein; in letzterem Fall dient der Rest des Systems zu Unterstützung des Niederdruckapparats beim Heizen des Gebäudes. An Stelle des Kessels kann eine Röhre treten; wird die Eirkulationsröhre des dünnröhrigen Apparates durch die Röhre des ins Freie mündenden Niederdruckapparates geführt, so wird das Wasser des letzteren erwärmt, indem es der Cirkulationsröhre, deren Temperatur den Siedepunkt wenig überschreiten darf, die Wärme entzieht. So läßt sich das Heizvermögen eines gewöhnlichen Warmwasserapparats erhöhen. Will man die Temperatur niedriger halten, so leitet man die Cirkulationsröhre durch eine Wassereisterne, welche als Bad etc. benutzt werden kann.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 447Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 5

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Technik 6