Geißlersche Röhren nennt man allseitig geschlossene Glasröhren, welche nach dem Vorgehen von Geißler in Bonn sehr oder höchst verdünnte Gase oder Dünste enthalten und an mindestens zwei Stellen eingeschmolzene Platin⸗ oder besser Aluminiumdrähte für die Zuleitung des elektrischen Stroms besitzen. Letzterer bewirkt dann in den gasverdünnten Räumen der Geißlerschen Röhren höchst mannigfaltige, interessante und meist herrliche Lichterscheinungen, welche vielseitig studiert worden sind. (S. unter Elektrische Lichterscheinungen, Bd. VI, S. 20.) Mit der Anfertigung der Geißlerschen Röhren beschäftigen sich nunmehr eigene Glasbläserfirmen in Paris, London und andern Städten.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 688Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei