Zirkel, m., 1. frz. cerele, m., Kreis (s. d.), vgl. auch d. Art. Heroldsfiguren 11. — 2. frz. compas, engl. pair of compasses, callipers, pl., das bei den Schiffsbauern Passer, auch wohl Ritzeisen genannte Instrument. Der Begriff ist bekannt. Die von dem Architekten beim Ausmessen, Zeichnen etc. am meisten gebrauchten Zirkelarten u. Zirkelsurrogate sind: a) Casterzirkel, auch Säulenzirkel, Bauchzirkel, Dickzirkel, s. Fig. 3604, hat einwärts gekrümmte Schenkel. Vgl. auch d. Art. Bauchzirkel. Um das Mäß nach dem Abziehen des Z.s von dem runden Gegenstand, wobei man ihn doch öffnen muß, wieder zu finden, wird er b) durch Einfügung eines Kreisbogens od. Nonius als Stellzirkel eingerichtet, der aber auch (. Fig. 3606) geradschenkelig sein kann. ) Röhrenzirkel. Die Schenkel sind krumm und ihr unte rer Theil so in den oberen hineingesteckt, daß er sich drehen läßt. Die Schenkel werden zusammengelegt, der Z. in die Oeffnung einer Röhre, Büchse etc. eingebracht und nun das eine Bein so gedreht, daß die Krümmung nach außen weist; so kann man das Innere der Röhre messen, doch muß der Z. so eingerichtet sein, daß man den Grad der Drehung ablesen u. nach dem Herausziehen wieder herstellen kann, um das Maß zu haben. Bei offenen Cylindern kann er durch die Schublehre (s. d.) ersetzt werden. d) Stockzirkel. Gewöhnlicher Zeichenzirkel mit geraden Schenkeln und fester Spitze, frz compas à pointes séches, engl. compasses Wwhose points can not be shifted; man sehe darauf, daß die Schenkel immer gleichlang, möglichst spitz und im Scharnier streng gehend seien, wozu dieses in der Regel mit einer drehbaren Scheibe versehen ist, deren Schraube man mittels des Zirkelschlüssels ö Fig. 3606. Fig. 3607. festdrehen kann; kann bei großen Zeichnungen durch einen Mäßstabersetzt werden. e) Härzirkel (s.d.), meist als Federzirkel nach Fig. 3605 konstruirt. k) Caster-oder Greifzirkel (Fig. 3606) zu Abnahme innerer oder äußerer Durchmesser. g) Einsatzirkel, Z. mit einsetzbarer Spitze, franz. compas à pointes changeantes, engl. Compasses With shifting legs or branches, dient zu Beschreibung von Kreisen, indem man den einen spitzen Schenkel in den Mittelpunkt einsetzt, statt des andern aber einen Bleistift resp. eine Reißfeder anschraubt und nun den Z. bewegt. Durch Einsetzen eines Messers wird er zum Schneidezirkel. h) Nullzirkel, frz. compas à pompe, engl. bow-ooοmpasses, Birkkelbein, Zirkelschennel, m., franz. branche du compas, engl. leg, branche of compasses, sehr verschiedener Einrichtung, sämtlich zum Beschreiben sehr kleiner u. dennoch genauer Kreise bestimmt. i) Stangenzirkel (. d.), wird viel gebraucht beim Zeichnen von Schablonen, ist zuverlässiger sals die Zirkelschnur. — Es giebt nun auch noch Ellipsenzirkel, dreibeinige Zirkel und andere zu besonderen Zwecken eingerichtete Arten. Handwerker führen meist eiserne 8.5 die Z. der Zeichner sind, wenn klein, meist von Messing od. Neusilber und Stahl, wenn groß, von Holz mit Messing- oder Eisenbeschlägen. Alle diese Arten hier anzuführen, würde zu viel Raum kosten. Birkelbogen, m. s. v. w. Halbkreisbogen (s. d. u. Bogen). Birkelsäge, k., s. Kreissäge, Frässäge, Kronensäge etc. Birkelschnitt, m., s. Mondschnitt und Heraldik VI. Bick elschnur, f. frz simbleau, m., eine statt des Zirkels zum Beschreiben großer Kreise gebrauchte Schnur. „ selben, Zirkontum, ist noch nicht in allen seinen Eigenschaften näher erforscht. Z., ein weißes Pulver, schmilzt vor dem Birkonsyenit, m. (Miner.), nur in mächtigen Bänken regellos zerklüftet in Rorwegen, Schweden, Grönland vorkommendes krystallisches Gemenge aus Hornblende, Feldspat u. Zirkon. Der Feldspat ist grau, roth, blau, die Hornblende rabenschwarz, lebhaft glänzend, der Zirkon braun bis berggrün. Zufällig erscheinen Quarz, Glimmer re. Birkularofen, m., s. d. Art. Ofen und Ziegelofen. Birkzularsäge, k., s. d. Art. Rundsäge u. Säge, ist sehr wirksam, da sie keine Pausen macht, erfordert aber viel Kraft. Man wendet sie bes. auch zum Lattenschneiden sowie in Sägemühlen (s. d.) an, wobei das Abtrennen der Latte etc. geschieht, indem der zu trennende Körper der Scheibe zugeführt und gegengedrückt wird. namentlich zum Tragen von Flüssigkeiten, daher in der Regel mit zwei Haken versehen, so daß er auf unter dies Haken eingelegten Stangen getragen werden kann; faß eirca 8 Eimer; s. d. Art. Mäß.