FeedZinnoryd
NaturlehreBau-Lexikon 1881

Zinnoryd, n. Die Sauerstoffverbindungen des Zinnes sind sehr manchfach in der Technik in Anwendung. Das Zinnorydul bildet mit Säuren Zinnoxydulsalze, welche das Gold aus seiner Lösung als purpurnen Niederschlag (Farbenpulver) füllen. Binnsesquiorydul giebt mit Goldlösung Goldpurpur. 3., Zinnasche, Zinnblume, macht die Glasflüsse weiß und undurchsichtig und wird daher bei Fabrikation des Milchglases und Emails gebraucht. Die Salze des Z.es werden in der Färberei als Fixirungsmittel benutzt, wegen ihrer Eigenschaft, mit einigen Farbestoffen unlösliche Verbindungen einzugehen. Das Ziunsalz ist wasserhaltendes Zinnchlorür, das im großen durch Lösen von Zinn in Salzsäure u. Abdampfen der klaren Lösung zur Krystallisation dargestellt wird. Das Zinnchlorür wirkt reduzreend und wird vielfach als Reduktionsmittel angewendet; es reduzirt Gold⸗ und Silbersalze zu Metall. Es löst sich in Wasser leicht, bildet jedoch in lufthaltigem Wasser bald Zinnchlorid und einen gelblichweißen Niederschlag, basisches Zinnchlorür. Das Zinnsalz dient hauptsächlich in der Färberei als Beizmittel; s. d. Art. Beize A. 7.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 517Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 4

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Naturlehre 6