Gießbach, ein linker Zufluß des Brienzersees im Berner Oberland, entspringt in der Zesel kette, 2670 müber dem Meere, in dem Kessel zwifält dem Schwarzhorn und dem Wildgerst, und ällt nach kaum 11 Km langem Laufe Brienz gegenuber in den See. Unmittelbar vor der Mündung bildet er 13 stufenförmig übereinanderliegende Wasserfälle, die zusammen ungefähr 400 mehoch sind. Die prachtvolle Lage und Gruppierung der Fälle, ihr Wasserreichtum und ihre malerische Umrahmung von Fels und Wald haben den G. zu einem der Hauptanziehungspunkte des Berner Oberlandes gemacht. Während des Sommers werden die untern Rein jeden Abend bengalisch beleuchtet. Auf einem leinen Plateau am rechten Ufer des Bachs, 660 m über dem Meere, 100 müber dem Seespiegel, liegt das große, wohleingerichtete Hotel G. (im Ott. 1883 abgebrannt), ein vielbesuchter Luftkurort. Mit dem Landungsplatze der Dampfboote neben der Mündung des Bachs ist dasselbe durch einen Fahrweg und eine Drahtseilbahn verbunden.