Glinka (Michael Iwanowitsch), Neffe des vorigen, bedeutender russ. Komponist, geb. 1. Juni 1804 Nowospast bei Selna im Gouvernement Smoensk, wurde seit 1817 in Petersburg im Adelsinstitut erzogen, zugleich aber durch den Violinisten Böhm u. a. in der Musik unterrichtet, der er sich bald ganz widmete. Er war 1830—34 in Italien seiner Gesundheit wegen und mit musikalischen Studien beschäftigt, und fand dann in Dehn in Berlin einen passendern Lehrer, der sein Streben, G.schrie russ. Musik zu komponieren, ermutigte. schrieb darauf die Oper Das Leben für den Zarens, welche seit dem 9. Dez. 1836 unaufhörlich in Rußland gegeben und als die wahre Nationaloper angesehen wird. Ein zweites Werk: ⸗Rußland und Ludmillav (1842), hatte ähnlichen Erfolg. Für Rußland bleibt G. hochbedeutend als der erste, welcher die neuere national-russ. Richtung in der Musik eingeschlagen und allgemein anerkannte Vorbilder aufgestellt hat. Im J. 1856 kam er wieder nach Berlin, um bei Dehn weiter zu studieren, starb aber dort schon 2. Febr. 1857. Seine Leiche wurde nach Petersburg gebracht,