Glover (Rich.), engl. Dichter, geb. zu London 1712, verband mit seinen Handelsgeschäften litterarische, besonders Lobne Studien und schrieb schon im 16. Jahre ein Lobgedicht auf Newton und 1737 „Leonidaso, ein mit großem Beifall aufgenommenes Heldengedicht in neun Gesängen, wovon 1770 eine völlig umgearbeitete und mit drei Gesängen vermehrte Ausgabe erschien (deutsch von Ebert, Hamb. 1778). Obwohl nicht ohne einzelne Schönheiten, ist dasselbe ganz in dem zwar korrekten, aber lalten Stil jener Zeit gehalten. Als Fortsetzung hinterließ G. bei seinem Tode (25. Nov. 1785) ein anderes, viel schwächeres Epos: &The Atheniado, in 30 Gesängen (3 Bde., Lond. 1787). Außerdem [besitzt die Litteratur von ihm zwei Gedichte: London, or the progress of commercen (Lond. 1739) und Admiral Hosier's ghosto (Lond. 1739), zwei (Lond. 1761), und einen Auszug aus seinem Tagebuch: Memoirs of a distinguished literary and political charactero (Lond. 1813). Auf Grund der darin ausgesprochenen Ansichten haben einige in ihm den Verfasser der Briefe des Junius (s. d.) erblicken wollen.