Glykoside, s. Glukoside. Giykosurie, s. unter Diabetes. Giyph (grch.), in der Baukunst soviel wie Schlitz (ogl. Triglyph). Giyphogenie nennt man eine besondere Methode der Ahung von Stahlplatten. Die im Atzgrunde auf gewöhnliche Weise radierte Platte wird mit einem 2— 3 em hohen Wachsrand umgeben und mit Vorätzwasser (destilliertes Wasser mit 5 Proz. reiner Salpetersäure und ein Zehntel seines Volums Weingeist) übergossen, welches so lange stehen bleibt, bis die radierten Striche sich braun färben. Die Platte wird dann mit Spülwasser (destilliertes Wasser mit dem dritten Teil seines Volums Weingeist vermischt) abgewaschen und durch Aufblasen von Luft mittels eines Blasebalgs getrocknet, worauf wieder Vorätzwasser aufgegossen wird, bis die Striche gleichmäßig braun erscheinen. Tritt diese Erscheinung ein, so wird die Flüssigkeit abgegossen und durch Atzwasser (30 Teile destilliertes Wasser, 15 Teile Weingeist, 6 Teile reine Salpetersäure, ½ Teil Höllenstein) ersetzt, welches die Platte bis zu einer Höhe von 15 min bedecken muß. Das Atzwasser bleibt so lange auf der Platte, bis der sich bildende feine Schlamm die ganze Fläche 380 mäßig bedeckt, worauf die Platte mit reinem sser, unter Zuhilfenahme eines weichen Haarpinsels so lange gewaschen wird, bis alle Striche rein ausgewaschen erscheinen. Je nach der beabsichtigten Tiefe der Striche wird die Aonng auf ganz gleiche Weise noch ein⸗ oder mehreremal wiederholt. Flacher zu haltende Stellen werden im geeigneten Zeitpunkt durch Auftragen von in Terpentinöl gelöstem Atzgrund gedeckt. Bedingnis zum Gelingen der Atzung ist, daß dieselbe bei einer Temperatur von möglichst annähernd 15 C. auseführt werde. Die Atzflüssigkeiten sind nicht lange altbar, sie sollten daher nicht in größerm Vorrat 8** t werden. lyphographie, ein von Palmer in London erfundenes und von dem Kupferstecher Ahner in Leipzig vervollkommnetes Verfahren, für Buchdruck geeignete Galvanos in Holzschnittmanier herzustellen, und zwar in der Weise, daß die Zeichnung, genau wie sie aus der Hand des Zeichners kommt, direkt zur Herstellung von Reliefgalvanos benutzt wird. Das Verfahren ist omit Ce Eine enau geebnete Kupferplatte wird mit Schwefelalium oder Schwefelleberlösung behandelt. Das sich bildende Schwefelkupfer gibt der Platte einen intensiv schwarzen Grund; nachdem sie mit Wasser abgespült und getrocknet, wird sie mit einer schreibpapierstarken Wachsschicht oder einem weißen, aus burgund. Pech, Wachs, Kolophonium, Walrat und Zinkweiß zusammengesetzten Radiergrunde überzogen, und dann die Zeichnung mit der Radiernadel in den weißen Grund, wie sie im Druck erscheinen soll, also nicht verkehrt, bis auf den schwarzen Grund eingeritzt und darf auf keinen Fall das blanke Kupfer freigelegt werden. Die radierte Conversations-Lexikon. 13. Aufl. VIII. Zeichnung erscheint alsdann tiefschwarz auf weißem Grunde. Die Platte wird nun graphitiert, und im galvanischen Apparat eine Hochdruckplatte er⸗ * welche behufs des Druckens auf einem Holzlotz oder einem Bleifuß befestigt wird.