Glyyptit (grch.) nennt man die Kunst, in Metall oder in Stein zu graben oder zu ber be (S. Steinschneidekunst.) Glyptothek bezeichnet demnach eigentlich nur eine Sammlung geschnittener Steine; die Glyptothek in München (s. d.) umfaßt jedoch vorzugsweise Denkmäler der antiken Plastik. Glyptödon hat man eine jetzt in mehrere Untergattungen (Chlamydotherium, Panochthus) geteilte Gattung riesiger fossiler Irtestteren genannt, welche zwar den heutigen Gürteltieren in vieler Beziehung nahe standen, aber doch in andern wesentlich abwichen. Sie erreichten die Größe von Tapiren oder Nashörnern, hatten einen runden, abgestutzten Kopf wie die Faultiere und mit diesen auch einen absteigenden Fortsatz am Jochbeine gemein. Die Kiefer trugen nur wurzellose Backzähne, die durch tiefe Einkerbungen von beiden Seiten her in rautenförmige Prismen zerlegt scheinen. Auf dem oben nur sehr dünnen Schädel befand sich eine, wie der übrige Panzer, aus einzelnen Stückchen zusammengesetzte Deckplatte. er Hautpanzer, welcher den U Körper vom Halse bis zum Naicte te umschließt und nur am Bauche offen ist, zeigte keine Ringe, wie der Panzer der Gürteltiere, sondern bildete ein zusammenhängendes, aus einzelnen, meist sechseckigen, oft mehrere Centimeter dicken Knochenstückchen zusammengesetztes Schild. Die Tiere kennten.ich also nicht zusammenrollen, wie die Gürteltiere. Der Schwanz stak in einer ebenso gebildeten Röhre, die bald aus Ringen, bald aus einem Stücke gebildet ist. Die kurzen, stämmigen Füße waren mit großen, zum Scharren geeigneten Sichelkrallen bewaffnet. Die Reste dieser Tiere finden sich häufig in den Pampasschichten Südamerikas. Ganze Skelette sind jetzt nicht nur in dem Museum von Buenos-Ayres, das eine ausgezeichnete Sammlung enthält, sondern auch in verschiedenen Museen von Europa.