FeedGoldene Aue oder Güldene Aue
ErdkundeBrockhaus 1882

Goldene Aue oder Güldene Aue, ein größtenteils zum Kreise Eeen er im preuß. Regierungsbezirk Merseburg, kleinernteils zum Amt Hohenstein der Provinz Hannover gehörige, durch ihre Fruchtbarkeit berühmte breite Thalebene, welche eographisch die deutlich markierte Grenze zwischen üringen und dem Harze bildet, aber zu ersterm gerechnet wird. Die Thalebene zieht als eine tief eingesenkte Spalte von 147—176 m Seehöhe zwischen den Vorbergen des Harzes im Norden und dem Zuge des Kyffhäuser und der Schmücke im Süden in westöstl. Richtung von Nordhausen bis Bennungen, von der Helme durchflossen. Die bedeutendsten Ortschaften sind die Städtchen Heringen, Kelbra und Roßla. Die Thalebene wurde sehr früh kultiviert, weil hier zu Memleben und Wallhausen die Kaiser aus dem sächs. Hause ihren Lieblingsaufenthalt hatten. Im weitern Sinn wird unter Goldener Aue die Landschaft von Nordhausen bis Freiburg a. d. U. verstanden. Vgl. Dietrich, »Die landschaftlichen und geschichtlichen Merkwürdigkeiten der Güldenen Auey (Roßla 1879).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 161Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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