Heller, eigentlich Häller, eine alte deutsche Scheidemünze, welche ihren Namen von der Stadt Hall in Schwaben führt, wo sie seit dem Anfang des 13. Jahrh. geprägt wurde und zwar zuerst als Silbermünze, die mit den gleichzeitigen silbernen Pfennigen denselben Wert hatte. Wegen seines Gepräges, das auf der Vorderseite aus einem Kreuz mit vier Punkten in den Winkeln und auf der Rückseite aus einer aufgehobenen Hand besteht, wurde der H. auch späterhin Händelpfennig oder Kreuzheller genannt. Man zählte die H. nicht, sondern wog sie, woher der Ausdruck Pfund H.» stammt. Sie wurden schneller verringert als die Pfennige und 1420 gingen schon zwei H. auf einen Pfennig. Endlich hörten sie ganz auf Silbermünzen zu sein und man teilte sie ein in schwarze und rote H. Auf den Reichsthaler gingen 576 Stück; doch war das Verhältnis nicht überall das nämliche. Noch im Anfang des 19. Jahrh. wurden solche H. als Münzen ausgeprägt; ebenso auch in Bayern noch nach der Verordnung vom 25. Aug. 1858 kupferne H. zu ½ Kreuzer Rhein. ö