Gomes de Amorim (Francisco), unter den lebenden Dramatikern Portugals der einzige, der noch der romantischen Schule angehört, Schüler von Almeida-Garrett, geb. 13. Aug. 1827 in Avelomar (Minho), erlernte 13jährig in Brasilien den Handel. Die Lektüre von Almeida-Garretts Gedichten erweckte sein Dichtertalent und trieb ihn in die Heimat zurück (1846), wo Garrett ihm ein treuer Freund und Berater ward. Die Revolution von 1848 begeisterte ihn zu seinen ersten Liedern „(Garibaldio und A queda de Hungriao. Im J. 1852 gab er sein erstes Drama heraus: (Ghigiy, das in Lissabon unter rauschendem Beifall zur Darstellung kam. Ihm folgte 1858 eine Sammlung lyrischer Poesien: (Cantos matutinosv (2. erweiterte Ausg., Lissab. 1866, unter dem Titel „Versoso), und später zahlreiche Dramen, unter welchen die hervorragendsten Odio de Raçav, sociaeso sind. G., welcher bereits 1851 ein kleines Staatsamt erhalten hatte, wurde 1859 Bibliothekar des Marineministeriums und Konservator im Museo de antiguidades navaes. Neuerdings veröffentlichte er den günstig aufgenommenen Roman 4«O amor da patria (Lissab. 1879) und eine Lebensbeschreibung seines Protektors: (Garrett. Memorias biographicaso (Lissab. 1881). Eine Gesamtausgabe seiner Werke erschien 1866 — 70 (8 Bde., Lissab.)