FeedGüell y Renté (spr. Guéll; Don José)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Güell y Renté (spr. Guéll; Don José), span. Schriftsteller, geb. 14. Sept. 1818 auf Cuba, wo er in Havana die Schule besuchte. In Barcelona studierte er Jura und war dann einige Jahre in seiner Vaterstadt als Advokat thätig. Er ging hierauf nach Madrid und gewann daselbst die Zuneigung der Schwester des Königs, der Infantin Josepha, mit der er sich 1848 verheiratete. Aus Madrid verwiesen, lebte G. zunächst im königl. Palast zu Valladolid; 1854 stellte er sich an die Spitze der Revolution, ward dann in die Cortes gewählt, wo er stets auf der Seite der liberalen Parteien stand; er trat 1856 O'Donnell entgegen, ward mit den Waffen in der Hand an der Spitze seines Bataillons gefangen genommen und lebte dann in Paris. Er hat sich als Lyriker und als Historiker einen Namen erworben. Hervorragend sind seine Gedichte: Lagrimas del corazono (Valladolid 1854) und Duelos del corazono (Valladolid 1854), die Prosawerke (Pensamientos cristianos, filosoficos y politicoso Philippe II et Don Carlos devant Phistoire (1878) und Les deux folieso (1879).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 596Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 6

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Literatur & Sprache 6