Görres (Guido), Sohn des vorigen, geb. 28. Mai 1805 zu Koblenz, führte nach dem Tode seines Vaters in dessen Geiste die Redaction der „Histor.polit. Blätter» allein fort und machte sich sonst namentlich als Jugendschriftsteller im Legendenfach und als Dichter bekannt. Von seinen Arbeiten sind zu nennen: «Die Jungfrau von Orléanso (Regensb. 1834; 2. Aufl. 1835), «Schön Rösleino (Münch. 1838), ein Märchen mit Zeichnungen vom Grafen Pocci; Festkalender in Bildern und Liederne (mit Pocci und andern, 3 Bde., Münch. 1835 —39), «Das Leben der heil. Cäcilias (Münch. 1843), in drei Gesängen, gedichtet zu Albano 1842; «Marienliedero (Münch. 1842; 2. Aufl. 1844), «Gedichtes (Münch. 1844), Der hürnene Siegfried und sein Kampf mit dem Drachenp (Schaffh. 1843), mit Lithographien nach Kaulbach. Große Verbreitung erhielten die Gedichte «Die Gottesfahrt nach Trier und des Teufels Landsturmo (Kobl. 1844) und «Die arme Pilgerin mütr heiligen Rockes Gobl. 1846); heftweise als illustrierte Zeitschrift erschien Das deutsche Hausbuch (2 Bde., Münch. 1846 —47). G. starb 14. Juli 1852 in München.