FeedGötterdämmerung
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Götterdämmerung (Ragnarökr) ist in der german. Mythologie der Jüngste Tag, an welchem Götter und Menschen im Kampfe mit den bösen Mächten unterliegen und die Welt untergeht. Allerlei Vorzeichen künden dieselbe an: Baldr stirbt, ein langer und harter Winter tritt ein, unter den Men-Endlich schlt Mord, Treulosigkeit und Ehebruch. Endlich schlägt der Sturmriese Egdhis die Harfe und der rote Hahn Fialar weckt die Bewohner Walhallas. Heimdall stoßt in sein Horn und ruft die Götter; Odhin holt sich beim Haupte Mimirs Rat. Loki hat seine Fesseln gesprengt und zieht an der Seite der Midhgardhsschlange, welche die Erde mit Wasser überschüttet, gegen die Götter. Die Reifriesen kommen heran und Surtr führt die Feuerriesen zum Kampfe; an der Spitze seines Schwertes trügt er die Sonne. Auf der weiten Ebene Vigrid entbrennt die eigentliche Schlacht, in welcher fa alle Götter fallen. Der Himmel geht in Flammen auf und die Erde versinkt ins Meer. Nur Vidhar und Vali haben den Kampf überlebt und unter ihrem Regiment steht die neuerschaffene Welt; ein neues, goldenes Zeitalter bricht heran. Die alte Erzählung von der G. geht zweifelsohne einen alten üngens 6er zurück; sie ist die Versinnlichun des Ringens der Naturmächte beim Scheiden d Sommers; die Schilderung der Vorzeichen aber wie sie in den beiden Edden überliefert ist, ist wohl großenteils unter christlichem Einfluß entstanden. In an dritten Tag diesen Mythus hat R. Wagner dem dritten Tag seiner musikalischen Trilogie „Der Ring des Nibelungen» den Titel G. Bmame

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 234Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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