Grabenschere ist ein namentlich in der altfranz. Befestigungsmanier gebräuchliches, der Courtine unmittelbar vorliegendes Werk, in Form einer (S. Tafel: Festungsbau, Fig. 7—10.) Die G. deckt das Mauerwerk der Courtine und die durch diese führende Poterne und ergibt eine frontale niedere Verteidigung des Grabens und der vorlieenden Werke, von denen aber erstere als mangelhaft bezeichnet werden muß. Die G. ist ein Rest der Faussebraie (s. d.).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 255Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei