Gradiska, Städtchen und Hauptort der gleichnamigen Bezirkshauptmannschaft und eines Gerichtsbezirks des österr. Kronlandes Görz und G., liegt rechts am Isonzo und an der Linie Nabresina-Cormons der Ssterreichischen Südbahn, unweit der ital. Grenze, und zählt (1880) 1564, als Gemeinde 3201 E., die Seidenspinnerei treiben. Die alte Citadelle ist in ein Strafhaus umgestaltet worden. G. war der Hauptort der ehemaligen Reichsgrafschaft gleichen Namens, welche Kaiser Ferdinand III. 1641 den Fürsten Eggenberg verlieh. Nach Aussterben dieses Hauses 1717 fiel dieselbe an Österreich zurück. Alt-Gradiska oder O-Gradiska, Marktflecken und Festung im Distrikt G. des kroat.⸗slawon. Grenzgebiets, mit 1560 E., liegt links an der Save, gegenüber der ehemals türk. Festung Berbir (Türkisch-Gradiska) in Bosnien und südwestlich vom Marktflecken Neu-Gradiska oder Uj-Gradiska, dem Hauptorte des Distrikts G., mit 2000 E.