Grado, Stadt im österr. Küstenland, im Gerichtsbezirk Cervignano der Bezirkshauptmannchaft Gradiska, an der Nordküste des Adriatischen teeres, liegt auf einem aus dem Meere hervorragenden Fels und zählt (1881) 3015 CE., deren Haupterwerb in der Seefischerei besteht. Von der vergangenen ande Dent der Stadt zeugen noch höchst bedeutende Denkmale. Die Kathedrale Sta.⸗Eufemia wurde 456 vom Patriarchen Niceta erbaut; die Kanzel in derselben gilt als eins der interessantesten Kunstdenkmale jener Zeit. Die Gründung von G. fällt um 169, wo die Bewohner des Küstenlandes vor den eindringenden Barbaren flohen. Von 575 bis 1451 residierten daselbst die Patriarchen von Aquileja.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 264Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei