FeedGraul (Karl)
ReligionBrockhaus 1882

Graul (Karl), Theolog, geb. 6. Febr. 1814 in Worlitz, studierte 1834 —38 in Leipzig T eologie und wurde dann Hauslehrer bei einer engl. Familie in Italien. Er übernahm 1843 die Leitung der Missionsanstalt in Dresden, welche 1848 nach Leipig verlegt wurde. Auf einer Orientreise 1849—53 Iunr er Sanskrit und das Tamulische. Nachem er 1860 aus Gesundheitsrücksichten seine Stellung aufgegeben, privatisierte er in Erlangen, wo er 10. Nov. 1864 starb. G. gab eine Sammlung von libersetzungen tamulischer Schriften unter dem Titel „Bibliotheca Tamulica (4 Bde., Lpz. 18⁵⁴ —65) heraus und schrieb: (Die Unterscheidungslehren der verschiedenen christl. Bekenntnisses (10. Aufl., Lpz. 1878), Reise nach Ostindieno (5 Bde., Lpz. 1854 —56), Die christl. Kirche an der Schwelle des Irenäischen Zeitalters) (Lpz. 1860)9).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 311Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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