FeedGrebe (Karl Friedr. Aug.)
AllerleiBrockhaus 1882

Grebe (Karl Friedr. Aug.), ausgezeichneter deutscher Forstmann, geb. 20. Juni 1816 zu Großenritte am Habichtswald, wo sein Vater Förster war, erhielt seinen höhern Unterricht auf der Polytechnischen Schule zu Kassel und widmete sich dann auf der Forstlehranstalt zu Melsungen und der Universität zu Berlin dem Studium der Forstwissenschaften. Im J. 1840 ward er als Docent für Forstwissenschaft und einige naturwissenschaftliche Fächer an die staats⸗ und landwirtschaftliche Akademie nach Eldena berufen. Im J. 1844 trat G. als Forstrat in großherzogl. sachs.⸗weimar. Dienste. Nachdem er 1849 nochmals auf kurze Zeit als Professor und Forstmeister zu Greifswald und Eldena gewirkt hatte, erfolgte G.s Zurückberufung in weimar. Dienste als Oberforstrat und Vorstand der obersten Derponhn Behörden und zugleich als Direktor der von König begründeten Forstlehranstalt zu Eisenach. Er wurde 1865 zum Geh. Oberforstrat, 1880 zum Oberlandforstmeister und Geh. Staatsrat ernannt. Seine wichtigsten Werke sind: Die Beaufsichtigung der Privatwaldungen von seiten des Staatso (Eisenach w1844), eine gekrönte Preisschrift; «Gebirgskunde, Bodenkunde und Klimalehre in ihrer Anwendung auf Forstwirtschaft (3. Aufl., Wien 1872); Der Buchenwaldbetrieb⸗ (Eisenach 1856), «Die Betriebs⸗ und Ertragsregulierung der Forsten» (2. Aufl., Wien 1879), «Die Lehrforsten der Eisenacher Forstschuleß (Eisenach 1853). Auch besorgte G. die Herausgabe von Königs Forstnutzunge (3. Aufl., Wien 1882), Forstmathematiko (5. Aufl., Gotha 1864) und «Waldpflegev (3. Aufl., Gotha 1875, unter dem Titel „Der Waldschutz und die Waldpfleger).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 321Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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