Burgsdorf Friedr. Aug. Ludw. von), namhafter Forstwirt, geb. 23. März 1747 zu Leix ig, trat sehr jung in 4 „Kriegsdienste, mußte aber als er den Neffen des Generals Valieres beim Spiel tödlich verwundet hatte, flüchten, kam 1762 nach Georgenthal in Thüringen, um ich für den Forstdienst auszubilden, wurde 1764 agdpage am gothaischen Hofe und bereiste von 1767 an land, England, Holland und Frankreich. Nach ner Rück ehr hörte er forstbotan. Vorlesungen bei Gleditsch in Berlin, kaufte 1777 eine Forstsekretärstelle, mit welcher die Verwaltung des tegeler Forstreviers bei Berlin verbunden war, legte mit großem Eifer ausgedehnte Pflanzungen an, richtete einen Samenhandel ein und betrieb namentlich, angesteckt durch die Richtung seiner Zeit, die Einführung fremder Holzarten. Im J. 1787 wurde er von Friedri Wilhelm II. mit dem Unterricht der Jagdpagen u der Herausgabe eines Forsthandbuchs beauftragt. Als Direktor der Forstakademie in Berlin hielt er nun sehr stark besuchte öffentliche Arich. Erg und beschäftigte sich mit Erfolg litterarisch. Er starb 16. Juni 1802 in Berlin. Seine 4 — sind? 4Beiträge zur Erweiterung der Forstwissenschaften»(Berl. 1780), Versuch einer vollständi Geschichte vorzüglicher Holzarten in pstemalischen Abhandlungene, ein zwar zu weitläufig angelegtes, aber epochemachendes Werk; es erschienen nur zwei Teile: «Die Bucher (Berl. 1873) und Die Eiche⸗ (2Bde., Berl. 1804—5), B.s Hauptwerk, zu welchem noch eine Einleitung in die Dendrologien erl. 1800) gehört; «Anleitung zur sichern Erziehung und zweckmäßigen Anpflanzung der einheimischen und fremden Holzarteno (2 Tle., Berl. 1805). B. suchte möglichst viel selbst zu erforschen und zu beobachten, um vorzugsweise eigene Erfahrungen zu veröffentlichen. Er beherrschte namentlich die Gebiete der Pflanzenerziehung und der Waldkultur. Hierdurch sowie durch die praktische, waldbauliche Thätigkeit in Tegel erwarb er sich ein bleibendes Verdienst.