FeedGreenock
GeschichteBrockhaus 1882

Greenock, einer der bedeutendsten Seeplätze Schottlands, Marktstadt, Parlamentsborough und Station für Kriegsschiffe in der Grafschaft Renfrew, 34 km im WNW. von Glasgow, an der Lorenzbai, am linken Ufer des hier 7kmbreiten Clyde-Astuars, 5 km unterhalb Port-Glasgow schön gelegen, ist zwar nicht regelmäßig, aber sonst gut gebaut und zählt (1881) 68 897 C. Die Stadt hat einen guten, jetzt für Schiffe jeder Größe zugänglichen, 1707 begonnenen und 1834 mit einem Leuchtturm versehenen Hafen, treffliche Docks, Werfte, ein schönes Zollaus und andere ausgezeichnete Gebäude, zahlreiche Villen und in der Umgebung eine 5 km lange Wasserleitung. Dem hier geborenen James Watt wurde 1838 eine Marmorstatue errichtet. G. besitzt 26 Kirchen und Kapellen, ein Stadthaus, verschiedene Wohlthätigkeitsanstalten, eine Lateinschule, ein schönes College (Watt-⸗Institut), eine Stadtbibliothek von 10000 Bänden und ein Handwerkerinstitut. In dem nahen Gebirge hat man einen See geschaffen und dessen Wasser längs der Berge, in 169m Höhe über den Clyde, 11 km weit fortgeleitet, bis es sich in der Nähe der Stadt in Wasserfällen ergießt, wo es über 20 Werke treibt. Es bestehen in G. zahlreiche Zuckerraffinerien, Eisengießereien, Anker⸗ und Kesselschmieden, Maschinenbauanstalten, Spinnereien, desgleichen Schiffbau (namentlich in eisernen Schiffen), Segeltuchfabrikation, Seilerbahnen, Böttchereien, Töpfereien, Strohhut- und Papierfabriken, Gerbereien, Fabriken für Schuh- und Sattlerwaren, für Seife und Lichter. Bedeutend ist auch noch immer die Heringsfischerei, während der Betrieb des Walfischfangs aufgehört hat. Wichtiger jedoch als der Fischfang ist die Reederei und der Handel, besonders nach Amerika und Ost- und Westindien. [ray, Graf).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 324Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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