Greifenklauen wurden Tierhörner verschiedener Art in den Kirchenschätzen genannt, welche man mit Tierfüßen versah und zu Reliquienhältern benutzte. Eine solche G. in der Krypta des braunschweiger Doms scheint das Horn einer Antilope zu sein; zwei andere besitzt das Welfenmuseum zu Hannover. Häufig sind es ursprünglich Blas⸗ oder Trinkhörner, von Kreuzfahrern mit in die Heimat gebracht und dann den Kirchen zu heiligem Gebrauche übergeben.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 334Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei