Grote (Herm.), ausgezeichneter deutscher Numismatiker, geb. 28. Dez. 1802 zu Hannover, studierte, nachdem er das Pädagogium in Halle besucht hatte, in Göttingen die Rechtswissenschaft, wandte sich dann aber dem Studium der Heraldik und Numismatik zu und wurde zum Konservator des königl. Münzkabinetts in Hannover ernannt. Er behielt diese Stellung bis zum J. 1851 und lebt seitdem als Privatmann in der Nähe von Hannover. Gis ausgebreitete litterarische Thätigkeit auf dem Gebiete der Heraldik und Numismatik konzentriert sich vorzugsweise auf zahlreiche größere und kleinere Abhandlungen, die er in verschiedenen, von ihm selbst redigierten Fachzeitschriften publiziert hat. So gab er die Blätter für Münzkunde. Hannoverische numismatische Zeitschrifto (4 Bde., Lpz. 1835—38), die Münzstudien (9 Bde., Lpz. 1857—77) und die (Blätter für Münzfreunden (Lpz. 1874—81) heraus, welche er gleichzeitig zum Organ des Deutschen Münzforschervereins erhob. Mehrere seiner Abhandlungen erschienen auch in Separatabdrücken, wie z. B. «Osnabrückische Geld⸗ und Münzgeschichtes (Lpz. 1864) und «Die Geldlehres (Lpz. 1865). Unter seinen heraldischen Arbeiten ist die «Geschichte des königl. preuß. Wappenso (Lpz. 1861) hervorzuheben.