FeedGrünbaum (Therese)
MusikBrockhaus 1882

Grünbaum (Therese), geb. Müller, namhafte Sängerin, geb. 24. Aug. 1791 zu Wien als Tochter des Komponisten Wenzel Müller, von dem sie den ersten musikalischen Unterricht empfing. Schon im 5. Jahre trat sie in Rollen, die ihr Vater für sie dolce un auf, feierte zehn Jahre später große Erfolge in Wranitzkis Oper 4Oberon „ u. s. w. und wurde 1807 in Prag engagiert. Auch nach ihrer Verheiratung mit dem Tenoristen und Librettisten Johann Christoph G. (1785 1870) und nachdem sie an verschiedenen andern großen Bühnen, darunter auch in Wien gesungen hatte, kehrte sie zu einem kurzen Engagement nach Prag zurück und wurde 1818 Mitglied der wiener Oper. Seit 1828 pensioniert, unternahm sie noch eine größere Gastspielreise und zog sich dann nach Berlin zurück, wo sie 30. Jan. 1876 starb. G. wurde als «deutsche Catalanis gefeiert und glänzte besonders als Gräfin (Figaros Hochzeito), Donna Anna (Don Juano), Rosine (Barbier von Sevillay). W Tochter Karoline, geb. 14. (nach andern 28.) März 1814 in Prag, gest. 26. Mai 1868 zu Braunschweig, Gattin des Hofschauspielers Bercht, war ebenfalls als Sängerin rühmlich bekannt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 554Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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