Grundton oder Hauptton ist zunächst derienige Ton eines Accords, auf dem der terzenweise Aufbau desselben sich erhebt, zu dem also die übrigen harmonischen Intervalle im Verhältnis von Terz, Quinte, Septime, None u. s. w. erscheinen. Bei den Umkehrungen der Accorde kann der G. seine Stelle als tiefster Ton mit einem der über ihm liegenden Accordintervalle vertauschen, ohne darum sein Wesen als Grund⸗ oder Hauptton aufzugeben. — G. nennt man ferner den tiefsten oder untersten Ton einer Tonart, auf welchem deren diatonische Dur- oder Mollskala errichtet wird. In diesem Sinne wird der G. auch Tonika genannt.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 567Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei