Guericke (Heinr. Ernst Ferd.), Theolog der altluther. Richtung, geb. 25. Febr. 1803 zu Wettin, studierte seit 1820 in Halle, ward hier 1829 außerord. Professor, sagte sich aber 1833 öffentlich von der Union los und ließ sich am 19. Nov. 1834 intg rediger der kleinen, in Halle entstehenden uth. Gemeinde ordinieren. Darauf hin wurde ihm die Professur genommen und G. war auf die Stellung als altluth. Prediger beschränkt, bis seine Ge? meinde nach Amerika auswanderte. Im J. 1840 erhielt G. seine Professur zurück und gründete die Seitschrift für die gesamte luth. Theologie und Kirchexv, welche gleich nach seinem Tode einging. Er starb 4. Febr. 1878 in Halle. Von seinen Schriften sind hervorzuheben; „August Hermann Francker (Halle 1827), Historisch-kritische Einleitung in das Neue Testamento (Lpz. 1843; 3. Aufl. 1854 als «Neutestamentliche Isagogiko), „Handbuch der Kirchengeschichter(? Bde., Halle 1833; 9. Aufl., 3 Bde., 1866—67), «Allgemeine christl. Symboliko (Lpz. 1839; 3. Aufl. 1861), Lehrbuch dertchristl. Archäologies (Lpz. 1847, 2. Aufl. 1859).