FeedGuibert
GeschichteBrockhaus 1882

Guibert (Jacques Antoine Hippolyte, Graf von), franz. Militärschriftsteller, geb. zu Montauban 12. Nov. 1743, begleitete seinen Vater, welcher während des Siebenjährigen Kriegs Stabschef bei der in Deutschland befindlichen franz. Armee war, nach Deutschland und wurde bald als Kapitän angestellt. Im J. 1767 nahm G. an dem Feldzuge auf Corsica teil, bereiste dann Deutschland und wirkte hierauf vorzugsweise als Militärschriftsteller. Als kurz vor dem Ausbruche der Revolution das Ministerium Brienne das franz. Heer reformieren wollte, übte G. entscheidenden Einfluß auf die Veränderungen im Heerwesen aus. G. war ein sehr vielseitiger Schriftsteller und verfaßte Descrabanhe Abhandlungen, Trauerspiele, Reiseeschreibungen, einen Elogep auf Friedrich d. Gr., namentlich aber militärische Schriften. Von diesen sind zu nennen: EEssai général de tactiquev, Dé= fense du systéeme de guerre moderneb, De la force publique, considérée sur tous ses rapportso, (Histoire de la constitution militaire de la Frances (unvollendet, in den von seiner Witwe herausgegebenen „Oeuvres militaireso, 5 Bde., Par. 1803). G. starb zu Paris 6. Mai 1790. Vgl. De la Barre Duparcg, «Portraits militaireso (Par. 1855—61).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 602Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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