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PflanzenreichBrockhaus 1882

Gyps, s. Gips. tung aus der Familie der Carpanhuintemn charakterisiert durch ganz kleine, aber desto zahlreichere Blüten mit 701 ungenagelten Blütenblättern und durch einen eckig glockenförmigen, fünfspaltigen Kelch Zipfeln. Ein⸗ und mehrjährige Kräuter der Kalkformation, welche sich an Felsen, auf Schutt, auch wohl auf Ackern finden und außer ihrem eleganten Ansehen, mit Ausnahme von ein oder zwei Arten, weiter nichts Ausgezeichnetes haben. Zu den letztern gehört die perennierende G. paniculata, in Italien und Sibirien einheimisch, hochinteressant wegen der fast ins Unendliche gehenden Dreiteilung der Äste und Astchen bis in die haarfeinen Blütenstiele, wodurch ein mehrere Fuß im Durchmesser haltender Busch entsteht. Die kleinen, mit weißen Blümchen besetzten Rispen werden wegen ihrer außerordentlichen Leichtigkeit frisch oder getrocknet als lockerndes Material in der Bouquetbinderei verwendet. Von der in Südeuropa und Nordafrika einheimischen G. Struthium L. werden schon seit langer Zeit die Wurzeln statt der Seife gebraucht, ähnlich wie die Wurzeln des Seifenkrautes Saponarin officinalis (. d.). Die Wurzeln kommen in Scheiben geschnitten als span., levantin. und ägypt. Seifenwurz in den Handel. sich auf etwas Aandes auf eine Drehung, R .„ u. Dral 5 beziehend Wiubu men 1 die ei votierenden Massen auftretende sekundäre Bewegung, welche entsteht, wenn auf dieselben Kräftepaare einwirken, deren Achse mit der Drehungsachse der Massen zusammenfällt. Eine Bewegung dieser Art zeigt z. B. ein rotierender, schief auf den Boden eannehter Kreisel, der unter Wirkung der Schwerkraft nicht umfällt, sondern in Pirouetten auf seiner Unterstützungsfläche hinläuft. Besitzt ein Körper (ein Schwungring) rotierende Bewegung um seine Achse, so ist es eine aus dem Satze vom Beharrungsvermögen hervorgehende Eigenschaft desselben, einer Verlegung seiner Drehungsachse einen um so größern Widerstand entgegenzusetzen, je rapider diese Bewegung erfolgt und je größer die ann auder * e selbst ist; der Fall ist analog zu dem andern, daß ein Körper, der eine geradlinig fortschreitende Bewegung hat, diese unverändert beizubehalten sucht, einer Ablenkung aus seiner geraden Bahn sich mit einer gewissen von Geschwindigkeit und Masse abhängigen Kraft widersetzt; so wie hier eine Richtungsänderung erst eintritt, wenn eine normale, zur Bewegungsrichtung ankrsende äußere Kraft demn den bewegten Körper ei 0 erfolgt bei Votatwousachse erst dann, wenn ein äußeres Kräfteaar von der oben bezeichneten Beschaffenheit denselben sch auch u man kann die Kräfte dieses II sich auch nach dem Umfange des Schwungrings verlegt denken und es läßt sich dann (am lei testen durch Beobachtung der Wirkung störender Kräfte auf ein schwingendes Pendel) der Saz nachweisen, daß diejenigen Punkte im Umfange des Sohnuien Wz auf welche die zur Drehungsachse parallelen Störungen einwirken, die ruhenden Pole der Drehungsachse bilden, um welche die resultierende Ablenkung der Rotationslinie (also tier Rotationsachse) des Systems erfolgt. Satz hat insofern etwas Überraschendes, als dasselbe System, wenn es der rotierenden Bewe gung entbehrte, die von demselben Kräftepaar herbeigeführte Drehung um eine andere rechtwinkelig jener, aber auch in der Mittelebene des Schwungrades liegende Drehungsachse erfolgen würde. Man hat zur Demonstration der Erscheinung verschiedenartige Rotationsapparate konstruiert, deren einfachster unter dem Namen Gyroskop namentlich insofern ein wichtiges physik. Instrument geworden ist, als mittels desselben die Rotation (Achsendrehung) der Erde ähnlich wie beim Foucaultschen Pendelversuch 1. unter Foucault) direkt nachgewiesen werden kann. Das einfa

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 667Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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