Glyxcirrhiza L., Süßholz, eine zu den Schmetterlingsblütlern gehörige Pflanzengattung, welche durch eine schmale, gerade gestreckte Blüte und ein frei-zweiblätteriges Schiffchen (Kiel) gekennzeichnet ist. Die zu ihr gehörigen Arten stellen aufrechte Stauden mit etwas klebrigen, gelbgrünen Blättern dar. Ihre daumenstarke Pfahlwurzel dringt senkrecht und tief in den Boden ein und ihre Seitenwurzeln kriechen oft viele Meter weit horizontal unter der Oberfläche hin und sind mäßig dicken Stricken vergleichbar, innen gelb und von süßem, etwas kratzendem Geschmack. Durch Auskochen derselben und Eindicken des Saftes wird der als Brustmittel bekannte Lakritzensaft (Succus Liquiritiae) gewonnen. Die gebräuchlichste Art ist G. glabra L., mit kurzen gestielten Blütenähren mit voneinander abstehenden Blüten und mit glatten Früchten. Sie kommt zwar im südl. Europa wild vor, wird aber in Spanien und Calabrien wie auch in Deutschland, z. B. in Bamberg, im großen angebaut (die Wurzel dieser Art ist als Radix Liquiritiae offizinell). G. echinata L. unterscheidet sich durch fast gestielte kopfförmige Blütenähren und borstig-tache lige Früchte und liefert das russ. Süßholz, welches bei uns fast nicht im Gebrauch ist. G. verlangt zum Gedeihen ein feuchtes, mäßig warmes Klima, sandigen Lehm- oder lehmigen Sand⸗, in jedem Falle aber einen tief-lockern, etwas frischen Boden und wird durch die Wurzeln fortgepflanzt. Die Wurzelstöcke von 12 bis 15 Jahren geben in der Regel den höchsten Ertrag.