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PflanzenreichBrockhaus 1882

Baulogen, s. Bauhütten. welche einen einfachen Stamm mit einer Krone von Asten besitzen. Durch das Merkmal des einfachen Stammes unterscheiden sich die Bäume allein von den Sträuchern, unter denen man solche Wurzel wächse versteht, deren Stamm sich von der Wurzel an in mehrere starke AÄste, welche als Einzelstämme erscheinen, teilt. Demgemäß unterscheidet man bei den 98. Bede den baum⸗-⸗und strauchartigen Wuchs. Beide Formen der Holzgewächse gehen häufig ineinander über, d. h. eine Baumart kann unter Umständen als Strauch, eine Strauchart als B. auftreten. Letzteres wird häufiger beobachtet als ersteres. d. allen Zonen der Erde sind die Bäume, besonders die waldbildenden, diejenigen Gewächse, welche den Charakter der Vegetation, folglich auch den der Landschaft bestimmen. Man kann vier Hauptformen von Bäumen unterscheiden: die Baumfarn, die monokotylen Bäume, die Nadel-Farn unde und die Laubholzbäume. Die Baumarn finden sich nur in den Tropengegenden, wo sie zu den schönsten Zierden der Wälder gehören. hrschlanker, einfacher Stamm trägt eine luftige rone großer, zart efiederter Blätter (Wedel), welche beim leisesten Luft hauch Si und herschwanken. Unter den monokotylen Bäumen zeichnet sich vor allen die große Gruppe der Palmen aus. Auf oft sehr hohem, meist unverzweigtem Stamme prangt ur eine stolze Krone riesiger gefiederter oder fächerörmiger Blätter mit holzigem Stiel und hartem immergrünem Laub. An diese Form schließen 10 die Lilienbäume (wie Foureroya, Vucca, Vellozia an, mit einfachem Stamm und einer Krone langer, ungeteilter Blätter, während die Drachenbäume und Pandanen mit ihren gabelförmig verzweigten Stämmen gewissermaßen den übergang zu den Laubholzbäumen vermitteln. Eine palmenartige Gestalt haben auch die mit einer Krone gefiederter, holziger, immergrüner Blätter versehenen Cyca⸗ ([deen, welche mit den Nadelhölzern zur Pflanzengruppe der nacktsamigen Gewächse oder Gymnospermen gehören. Die in der großen Abteilung der dikotylen 2f vorkommenden Baumgarten sind sämtlich sog. Laubholzbäume. Sie zerfallen nach der Lebensdauer ihrer Blätter in blattwechselnde und immergrüne. Zu erstern geören die bei weitem meisten Laubholzbäume der ältern gemäßigten und kalten Zone, zu letztern unter andern die Orangeriebäume, die Myrten, die immergrünen Eichen (z. B. die Korkeiche), die Lorbeerbäume u. f. w. Sie charakterisieren die wärmere gemäßigte und subtropische Zone beider Hemisphären. Die Struktur⸗ und Wachstumsverhältnisse dieser vier Gruppen von Bäumen oder richtiger Holzgewächsen sind sehr verschiedenartig. Das Leben der Bäume ist von . daß dem aber stets langer Dauer, vorausgesetzt, daß demselben nicht durch Krankheiten oder gewaltsame äußere Einwirkungen (Sturm, Feuer, Hüttenrauch, Beschädigungen Gch enschen, Tiere, namentlich Insektenfraß) plötzli ein Ziel gesetzt wird. Wenn man auch für eine jede

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 581Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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