Hadersleben (dän. Haderslev), Kreisstadt in der preuß. Provinz Schleswig-Holstein, durch eine Zweigbahn nach Woyens mit der Altona-Kieler Eisenbahn. verbunden, liegt an der Haderslebener ährde, einem 13 kKm langen und sehr schmalen ——˙ der Ostsee, ist Sitz eines Landratamts, eines Amtsgerichts, zweier Hardesvogteien und eines Hauptzollamts, at drei Kirchen, darunter die schöne Marienkirche aus dem 13. Jahrh., ein Gymnasium mit Realprogymnasium und seit 1870 ein Predigerseminar und zählt (1880) 8054 fast ausschließlich prot. E., welche eine Tabaksfabrik, eine Eisengießerei mit Mas inenfabrik und zwei Wagenfabriken unterhalten. H. wird 1247 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1292 Stadtrechte; es litt im Mittelalter und in der Neuzeit viel durch Krieg, noch mehr durch die allmähliche Verschlammung des Hasens, für dessen Verbesserung seit 1829 viel geschehen ist. — Der Kreis Hadersleben zählt auf 1694 Aur (1880) 60 040 meist prot. E.