Hagada l(hebr., wörtlich: cdas Sageno) bezeichnet in der rabbinischen Sprache die Verwendung des biblischen Inhalts nach ethischen, erbaulichen, geschichtlichen und andern Motiven. In beiden Talmuden wechselt die H. oft mit der strengen Diskussion der gesetzlichen Bestimmungen (Halacha, s. d.). Die „Bücher der Hagadav, die von ältern Autoren zuweilen angeführt werden, existieren nichtmehr. Die oft erschienene KHagada von Peßachso ist das Ritual der an den beiden ersten Abenden des Passahfestes stattfindenden Familienandacht.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 698Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei