FeedLuzan (Don Ignacio de)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Luzan (Don Ignacio de), span. Dichter, geb. 28. März 1702 zu Saragossa, studierte zu Mallorca und Palermo, wurde 1727 auf der Universität zu Catania Doktor der Rechte und begab sich 1729 nach Neapel zu seinem Bruder, dem Grafen von L. und Gouverneur von St.⸗Elmo. Dieser sendete ihn vier Jahre später nach Spanien, um seine Güter zu verwalten, und nun lebte er zurückgezogen in Monzon. Später ging er nach Madrid, wo er Mitglied der königl. Akademie wurde. Im J. 1747 erfolgte seine Ernennung zum Botschaftssekretär in Paris, im folgenden Jahre zum Geschäftsträger daselbst und nach seiner Rückberufung nach Spanien 1750 zum Finanz⸗ und Kommerzienrat, Oberaufseher der Münze von Madrid und zum Schatzmeister der königl. Bibliothek. L. starb 14. Mai 1754. Auf die Umgestaltung der span. Poesie übte er durch seine kritische La poéëtica 6 reglas de la poesia en generalo (Sarag. 1737; 2 Bde., Madr. 1783 u. 1789) großen Einfluß, indem er dadurch Einführer des franz.⸗klassischen Geschmacks wurde. Weniger bedeutend ist er durch seine eigenen Dich—⸗ tungen geworden, in denen er nie die Grenzen geschickter Nachahmung überschritt. Sie finden sich in der Biblioteca de autores espanoles (Bd. 61).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 280Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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