Hagen-Schwarz (Julie Wilhelmine), Porträt- und Genremalerin, geb. 15. (27.) Okt. 1824 auf dem Landgute Klein-Wrangelshof bei Wolmar in Livland, erhielt ihre künstlerische Ausbildung in Dresden und München, an letzterm Orte namentlich unter der Leitung des Genremalers Rugendas. Aus dieser Zeit stammen namentlich viele Porträts. Im J. 1851 ging sie, durch ein dreisähriges Stipendium des Kaisers Nikolaus unterstützt, nach Rom, wo August Riedel sie in das Geheimnis der Doppelbeleuchtung einführte. Ihr bestes Bild ist eine Bürgersfrau am lodernden Kamin ihren Schmuck ordnend. Im J. 1855 besuchte sie ihre Heimat und verheiratete sich mit dem Astronomen Ludw. Schwarz, den sie 1855 auf einer wissenschaftlichen Reise nach Sibirien begleitete. Nach drei Jahren zurückgekehrt, stellte sie einige ihrer Arbeiten in Petersburg aus. Von der Akademie der Künste erhielt sie das Diplom eines Akademikers. Seitdem meist in Dorpat lebend, malte sie vorzugsweise Porträts.