Halem (Gerhard Anton von), deutscher Dichter, geb. 2. März 1752 zu Oldenburg, studierte 1768 in Frankfurt a. O. Jura, wurde 1775 Landesgerichtsassessor in Oldenburg, 1781 Kanzler und Regierungsrat, 1812 als Appellationsrat nach Hamburg versetzt, ging 1814 zu dem Herzog nach Eutin und wurde 1815 Regierungsdirektor daselbst. Während der franz. Oceupation Hamburgs war er in franz. Dienst getreten. Sein Drama Wallensteino (Gött. 1786) scheint nicht ohne Einfluß auf das Schillersche Meisterwerk geblieben zu sein. Seine Gesammelten poetischen und prosaischen Schrifteno erschienen zu Hamburg 1787, seine «Kleinen Schrifteno in sechs Bänden zu Münster 1804 —10. Unter seinen Werken finden sich auch mehrere historische, wie eine «Geschichte des Herzogtums Oldenburgo (3Bde., Oldenb. 1794 — 96), ein „Leben Peters d. Gr. v (3 Bde., Münst. 1803—5), „Lebensbeschreibung des Generalfeldmarschalls Grafen von Münnich » (Oldenb. 1803; neue Aufl. 1838) u. a. Von 1801 bis 1806 gab er die berliner Monatschrift «Irene heraus. In Schillers und Goethes Augen war er einer der Geschmacksverderber des Publikums. H. starb 5. Jan. 1819 zu Eutin. Seine „Selbstbiographiev gab Strackerjan (Oldenb. 1840) heraus.