FeedHängebock
BaukunstBrockhaus 1882

Hängebock, welcher bei größerer freier Länge der Balken zur Anwendung kommt, sind zur Vermeidung zu großer Länge der Streben zwei Hängesäulen symmetrisch über der Mitte des Balkens angeordnet, durch ein horizontales Querholz atenen riegel) verstrebt und wieder mit den Balkenenden durch zwei Streben verbunden (Fig. 2), sodaß das Ganze die Figur eines Paralleltrapezes erhält. Durch Kombination mehrerer einfacher 5. oder eines einfachen mit mehrern doppelten H. erhält man ein mehrfaches oder zusammengesetztes Hängewerk, durch welches noch mehr als zwei Punkte eines Balkens unterstützt und Räume von größerer Spannweite überdeckt werden können (Fig. 3 u. 4). Bei der Konstruktion von Dachstühlen treten die H. sehr oft zugleich als Sprengwerke auf, indem sie die Unterstützung der Kehlbalken, Pfetten und Sparren von unten bewirken. Bei der Unterstützung ganzer Balkenlagen, z. B. Saaldecken, Brückenbahnen, Glockenstuhlböden u. s. w., ordnet man das H. über einem unter die Balkenlage gelegten Unterzug an oder, falls dies nicht zulässig, über einem mit derselben verschraubten Oberzug. Für die Richtung der mit H. versehenen Ober⸗- oder Unterzüge ist die geringere Spannweite maßgebend. 70 neuerer Zeit führt man die H. namentlich bei sehr Lainhten Höhe der Hängesäulen oder bei offenen Dachstühlen ohne Balkenlagen aus Holz und Eisen aus, indem die Hängesäulen als Hängestangen und die Balken als Zugstangen aus Schmiedeeisen hergestellt, die Enden der Streben und Spannriegel aber in gußeiserne Kopf⸗, beziehungsweise Fußschuhe gesteckt werden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 816Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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